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Abschied - Bei jedem Neuanfang bleibt auch etwas zurück

Vor jeder Reise versucht man alle seine wichtigsten Sachen zu packen. Doch das Allerwichtigste kann man leider nicht einpacken, das ist die Familie und die Freunde. Die mussten wir leider und schweren Herzens zu Hause lassen, obwohl wir euch alle gerne mitgenommen hätten. 

 

Da wir ja schon seit Anfang November definitiv wussten, dass es am 08.01.2019 für uns losgeht und auch davor schon klar war, dass wir in den nächsten Monaten auf längere Reise gehen würden, hatten wir ein wenig mehr Zeit uns mit dem Gedanken anzufreunden, dass wir uns peu à peu von allen verabschieden müssen. 

In Stuttgart haben wir unsere Zimmer aufgegeben und damit unsere ganz persönliche und eigene Base, die wir in den letzten 4-5 Jahren aufgebaut haben, aufgegeben. Das war schon ein komisches Gefühl die Sachen in Kisten zu packen und schließlich in einem leeren Zimmer zu stehen. Dabei war natürlich auch irgendwo ein befreiendes Gefühl vorhanden, dass es jetzt los geht und, dass man sich um diese Sachen erstmal nicht mehr kümmern braucht. Doch sind wir schon länger recht eigenständig und nun seit Jahren keine eigene Wohnung oder Zimmer zu haben ist schon komisch. Natürlich stehen hinter uns zwei tolle Familien und viele Freunde, bei denen wir immer ein Zuhause haben werden, das soll hiermit nicht anklingen, aber ich glaube ihr wisst was wir meinen.

 

Und wenn so die letzten Tage anklingen oder zählbar werden, da muss man auch anfangen sich bei einigen Menschen schon zu verabschieden. Das haben wir an einem tollen Abend in unserer Stamm-Bar „Gasthaus zum Bären“ gebührend getan. Konnten viele tolle Menschen, die wir die Jahre kennen lernen durften, die uns die letzten Jahre in Stuttgart das Leben wirklich zu einem Leben und Zuhause gemacht haben ganz herzlich verabschieden. Danke euch dafür!

 

Und dann steht Weihnachten vor der Tür. Eigentlich ein sehr treffender Zeitpunkt, wenn man es praktisch sieht, alle kommen nach Hause und man sieht einige Menschen, die es sonst im Jahr vermutlich schwieriger wäre zu sehen.

Wir haben beide schön mit unseren Familien gefeiert. Wir konnten die Tage wirklich nochmal auskosten und viel Zeit miteinander verbringen. Man konnte viel über die Reise reden, viel von der Familie nochmal mitnehmen, was man über das Jahr nicht immer so schafft.

Und dann wurden die Abschiede schon immer mehr.

Manchmal wurde hier und da eine kleine Träne vergossen, was einfach ein Stück dazu gehört.

 

Auch wenn es uns oft nicht leicht gefallen ist und wir in einigen Momenten auch sehr traurig waren, dass wir vieles verpassen werden, dass wir nicht mehr so da sein können wie wir es vor Ort wären, dass wir einfach sehr verschiedene Leben leben werden und wir natürlich sehr gespannt sind, was die Zeit mit uns und euch machen wird, wussten wir, auf uns wartet etwas einmaliges und wir freuen uns und versuchen euch so gut es geht digital mitzunehmen oder uns sogar am anderen Ende der Welt wiedersehen 😊 Und wir wissen ja, die Welt ist manchmal kleiner als man denkt und die Zeit vergeht wie im Flug!

 

 

Also alles in allem war der Abschied ein längerer Prozess, zum Ende, an dem es wirklich spürbar war, war es oft auch schwer. Und zusammengefasst trifft der Ausdruck, dass wir immer mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ auf jeden Abschied geblickt haben sehr genau zu.

 

Aber wir freuen uns jetzt schon, wenn wir uns wiedersehen, ob in Deutschland oder wenn ihr uns besuchen kommt!

 

 

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