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Annapurna Trekking Tag 2 - Schon mal im kalten Dschungel mit Schnee gewesen?

Die erste Nacht in den Bergen auf 2005 Metern Höhe war entgegen aller Erwartungen recht warm. Und so gut wie in dieser Nacht haben wir gefühlt noch nie geschlafen. Eingepackt mit langer Hose und langen Oberteil unter zwei dicken Decken, wollten wir morgens schon gar nicht mehr aufstehen. Wir hätten noch mindestens 100 Tage so weiter liegen können. Auch unsere Beine hätten sicherlich nichts gegen noch etwas Liegenbleiben gehabt. Aber der Wecker und das Frühstück und die nächste Etappe warteten schon auf uns. Also wagten wir es uns die Decken weg zuschlagen und es mit der Kälte aufzunehmen. Und…es war schon kalt. Aber schnell angezogen, Trekking-Sachen an und warmer Tee zum Frühstück machte alles schon sehr erträglich. Zum Frühstück gab‘s nahrhaftes Omelette, mit Bratkartoffeln, Toast, Pfannkuchen sowie Tee und Kaffee. Wenn das nicht ein richtiges Powerfrühstück ist?!

 

Voller Power ging es dann weiter. Auch hier erwarteten uns erstmal richtig viele Treppen und es ging sehr viel bergauf. Aber wir merkten auch schon, dass wir von dem Vortag etwas abgehärtet oder trainiert waren und es fiel uns nicht mehr ganz sooooo schwer 😊 
Aber wir merkten auch, dass es kälter wird. Allgemein hatte sich das Wetter etwas verschlechtert. Am ersten Tag liefen wir noch mit kurzen Sachen bei Sonnenschein, an unserem zweiten Tag war es sehr bewölkt und auch je weiter wir aufstiegen desto kälter wurde es. Wir liefen von Dorf zu Dorf, und dann durch den Dschungel. Dschungel klang für mich im Vorhinein schon etwas seltsam, da ich damit eher Wärme und Schwüle verbinde. Aber auch in den hohen Lagen kann man durch einen Dschungel gehen. Es ist schon ein komplett anderes Gefühl als in Thailand bei 35 Grad einen Dschungel zu beschreiten, die Temperaturen fielen auch nochmal um ein paar Grad. Schon ein komisches Gefühl, bei leichter Frische durch den Dschungel zu gehen. Hier wurden wir umgeben von rauschenden Flüssen, alles in einem tiefgrün, über bewachsene Brücken und Wege. Was auf die Wege hier oftmals so besonders macht, sind die tibetischen Gebetsfahnen, sie erzeugen immer wieder eine eigene Note der Umgebung und sorgen für ein kleines Farbenspiel. Diese hängen sogar mitten im Dschungel und ihr Anblick hat uns auf unserer ABC Tour und allgemein in Nepal immer wieder begleitet.

Nach mehr als der Hälfte der Strecke erreichten wir unseren Restpoint für die Mittagspause. Auch mal wieder ein kleines Dorf und ein Restaurant, das richtig geschäftig war. Hier machten alle Mittagspause. Das Essen: Dal Bhat und gebratener Reis tat richtig gut. Was wir am Vortag nicht beherzigt hatten, holten wir jetzt in voller Gänze nach. Und während wir genussvoll Power tankten, fing es an draußen zu schneien. Ohjee dachten wir, wie das wohl sein wird, bei Schnee in den Bergen zu wandern?


Gestärkt ging es dann auch bald weiter. Als erstes mussten wir jedoch feststellen, dass es mit vollem Magen schon recht beschwerlich ist Berge zu erklimmen, doch das ist nur im ersten Moment so. Irgendwann kommt der Punkt, da fängt der Körper an das Essen in Kraft umzusetzen und wir konnten die letzte Strecke nochmal richtig gut hinter uns bringen. Der Schnee hatte sich auch schon wieder gelegt und so eine richtige Schneewanderung blieb bis kurz vor unserem Tageszielort Ghorepani aus. Am Fuße des Dorfes fing es dann richtig an zu schneien. Dieser Moment war nochmal  besonders, im leichten Schneesturm in einem Bergdorf anzukommen, auf der Suche nach einer warmen Herberge.

Ein Tourist-Guide, den wir bereits im ersten Hotel in Ulleri getroffen hatten, auf dem Weg immer wieder und auch beim Mittagessen, hatte uns das Hotel Nice Viewpoint empfohlen. Dieses, zwischen den ganzen anderen eng und versteckt gelegenen Hotels, zu finden war kein Leichtes aber gelang uns und dort angelangt erwartete uns ein warmes Lächeln der Gastgeberin und ein noch wärmerer Gastraum.


Unser Zimmer hatte eine einmalige Aussicht, direkt über das Tal und auf eine wahnsinnige Bergwand, die wir aufgrund des Schnees und der Wolken nur erahnen konnten.

Nach einer kalten aber wohltuenden Dusche ließen wir uns an dem Altöltonnenofen trocknen und wärmen.

 

 

Und natürlich blieb ein gutes Abendessen nach der erfolgreichen zweiten Etappe nicht aus. Und was gab es… dreimal dürft ihr raten. Dal Bhat und gebratene Nudeln. Ja das Essen war nicht immer abwechslungsreich, da auch die Preise, je weiter man aufsteigt, steigen und man gut abwägen muss was für das Geld am nahrhaftesten ist. 

Hier noch ein paar weitere Bilder in einer kleinen Galerie :

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