· 

Chiang Mai - Stadt mit Tempel oder Tempel mit Stadt?!

Unsere Reise in Thailand begann etwas unsicher und leicht planlos.

Wir wussten Thailand ist ein schönes Land und hat so viele schöne Ecken. Eigentlich wäre uns nach Kathmandu und bei der Hitze, die wir sofort bei der Ankunft spürten, nach Strand und Meer gewesen.

Jedoch wollten wir schon lange, eigentlich seitdem wir es letztes Jahr nicht in den Norden geschafft hatten, mal in den Norden von Thailand.

 

Über Chiang Mai hört man, dass es fast die schönste Gegend Thailands ist. Grün, hübsch, freundlich.

Aber man muss auch hier beachten es kann sehr heiß werden und die Regenzeit setzt hier etwas früher ein.
Zudem haben wir nur ein „normales“ Visum, also für eine einmalige Einreise für Thailand und können nicht ein und ausreisen.

Wir wären vom Norden noch sehr gerne nach Myanmar gefahren, jedoch ist unsere Zeit in Asien doch nicht so großzügig angelegt wie wir gedacht haben. Zudem wollen wir nicht durch die Länder durchhetzten oder für zwei Wochen Aufenthalt ein Visum um die 50$ Zahlen.

 

Also entscheiden wir uns gegen Myanmar und dafür den Norden von Thailand ganz gelassen zu bereisen.

- Warten, Bangen und Schwitzen

bis der Bus kommt - 

 

 

 

Also geht’s es von Bangkok aus nach Chiang Mai.

 

Wir müssen zu einem Busbahnhof etwas außerhalb der Stadt. Um dorthin zu gelangen testen wir zum ersten Mal die Stadt-Busse der Einheimischen.

 

Erste Herausforderung: Wann fahren denn hier die Busse? Gibt es so was wie einen Fahrplan?

 

Unser Hotelbesitzer ist recht freundlich, er erklärt uns welche Busse wir nehmen können und wo die Haltestelle ist.
Wann die Busse fahren?! Da zuckt er nur mit den Schultern, legt die Stirn in Falten und sagt kritisch: "Yeah, actually I don't know, they drive almost every ten minutes, but you never know."

 

Okay, ja das ist wohl so in anderen Ländern denken wir. "Everything in time" läuft wohl nur in Deutschland, bzw. auch nicht, wenn wir an unsere liebe DB denken.

Aber er empfiehlt uns viel Zeit einzuplanen und so stehen wir um kurz vor 17 Uhr an der Haltestelle, obwohl wir erst gegen 21 Uhr an dem Busbahnhof sein müssen.

So stehen wir an einer großen Straße mitten in Bangkok neben einem Schild mit einem Bus als Zeichen drauf an dem verschiedenen Nummern angeschlagen sind die hier wohl fahren. Auch die Haltestellen, also die Busrouten, sind angegeben. Und, was uns im Vergleich zu letztem Jahr auffällt, alles in lateinischen Buchstaben. Wir können endlich mal was lesen. Netterweise hat auch irgendjemand per Hand angeschrieben, welche Busse an welchen touristischen Plätzen vorbei fahren. Das ist schon sehr hilfreich, wenn man mit dem Bus die Stadt erkunden will.

 

Wir brauchen den Bus Nummer 3.

Und wir sind sehr optimistisch, denn schon nach 5 Minuten fahren hier unendlich viele Busse vorbei. Als dann aber 15 Minute ins Land gehen und alle Busnummern unsere Haltestelle einmal passiert haben außer die Nummer 3 fangen wir an ein bisschen unruhig zu werden. Bei jedem Bus, der über den Hügel am Horizont erscheint, glimmt Hoffnung auf, dass es nun die Nummer 3 sei. Und schon von weitem versuchen wir die Busnummern zu erkennen. Doch bei den Nummer 33, 34, 30. Sind sehr viele 3en dabei, die von Weitem immer wieder wie eine 3 erscheinen und dann beim Näherkommen schnell wieder in Enttäuschung mündet.

 

Immer mehr Minuten verstreichen zäh und schließlich setzten wir uns ein Zeitlimit. Wenn der Bus in 10 Minuten nicht auftaucht (also insgesamt nach 40 Minuten) müssen wir wohl oder übel ein Taxi nehmen. Aber immerhin gibt es diese Option. Die Nervosität steigt dennoch.
Also kann man die ganze Sache, mit genügend Zeitpuffer, äußerst gelassen angehen, so beruhigen wir uns selbst. So ist das beim Reisen, entweder Plan B in der Tasche haben, das heißt meist auch genügend Geld, oder No Risk no Fun.

Und als ob es jemand gehört hätte erscheint schließlich ein Bus mit der Nummer 3. Ein alter, einfacher Bus, der vor sich klappert, die Türen springen mit einem lauten Scheppern knarzend auf. Aber alles egal, wir sind erleichtert, der Bus ist da.

Wir steigen ein und werden von einer schlanken, uniformierten Dame in Empfang genommen, die uns an das Ende des Busses setzt. Bei ihr kaufen wir zwei Tickets für insgesamt 15 Baht. Also 42 Cent insgesamt für eine Fahrt quer durch die Stadt und Dauer von bis zu 1 oder 2 Stunden für zwei Personen. Wir sind beeindruckt.  Das Geld verschwindet in einer metallenen zylinderförmigen Box und dafür bekommen wir zwei Tickets so groß wie Briefmarken. Papiersparend würde ich da mal sagen.

 

Wir nehmen unsere Sitze am Ende des Busses ein. Hier haben unsere dicken Backpacks, unsere zwei Daypacks und wir genügend Platz. Der Bus hat nur einfache Sitzreihen rechts und links und fünf am Heck. Also wenige Sitzplätze und wir bekommen so gerade die letzten beiden.

Der Bus beginnt ruckelnd seine Fahrt aus Bangkok raus. 17 Uhr bedeutet jedoch auch Rushhour. Die ersten Minuten kommen wir erstaunlich zügig voran, doch dann stehen wir erstmal. Und dann wird es warm und stickig. Während der Fahrt kommt immer mal wieder ein kleiner Windzug durch die Fenster geweht. Wie gerne hätten wir einen Sitzplatz am Fenster gehabt, doch da sind alle Plätze belegt. Also sitzen wir schwitzend.

Es steigen immer wieder Menschen ein und aus und die Dame in Uniform macht ihre Tour durch den Bus, stets ihre metallene Kasse schüttelnd, um ja genug Lärm zu machen, um die Tickets zu verkaufen. Fast wirkt es wie eine Drohung oder Erinnerung, dass man ja ein Ticket kaufen möge. Doch sie weiß so oder so wer ein Ticket bereits hat und wer nicht. Erstaunlich, dass sie immer auf dem Schirm hat, wer da gerade zugestiegen ist.


Über die Zeit hinweg füllt sich der Bus gut und wir sind schließlich froh, dass wir überhaupt zwei Sitzplätze auch ohne Windzug haben. Ohne würde die Suppe vermutlich noch mehr laufen.
Die Luft steht. Wir ächzen nach einem klitzekleinen Windzug, denn der Schweiß läuft und alles klebt, die Kleidung, die Haut auf den mit Plastik bezogenen Sitzen. Einfach nur Warm. ABER wir wollen uns ja nicht beschweren, vor einer Woche haben wir noch nach jedem Sonnenstrahl und Wärme gerufen.

Draußen reihen sich Auto an Auto. Bus an Bus. Dazwischen schlängeln sich, oder versuchen es zumindest, die Roller etwas besser voranzukommen.
Also es ist Geduld gefragt und Aushalten vorprogrammiert.

 

Nach 1,5h Stunden erreichen wir den Busbahnhof. Wirklich eine Bahnhofshalle und drum herum reihen sich die Busterminals in alle Richtungen von Thailand und ins Ausland.

Für unsereins wirklich ein fremdes Bild. So organisiert Bus fahren und so extra  einen Bahnhof dafür zu haben. In der Bahnhofshalle gibt es auch alles was wir von einem Flughafen oder Bahnhof kennen Geschäfte, Ticket-Schalter verschiedener Anbieter und einen riesigen Food-Corner.

Nachdem wir uns einigermaßen zurecht gefunden haben holen auch wir uns etwas zu Essen. Einfaches Essen und gut ist anders, aber es stillt erstmal unseren Hunger. 

 

Ja, die erste Busfahrt und das mit dem Essen war schon etwas anstrengend. Aber bei dem Bild war auch viel Spaß dabei :)

 - Oh wo ist der Bus??-

-Mit dem Bus nach Chiang Mai - 

 

 

Und dann ist es auch so weit. Wir begeben uns zum Terminal und kurz darauf fährt der Bus ein.

Unser Gepäck wird im Inneren des Busses verstaut. Und wir steigen ein. An der Tür empfängt uns eine sehr adrett gekleidete Dame in rotem Kostüm, kleinen Stöckelschühchen und mit einem Mützchen auf dem Kopf. Sie sieht aus wie eine Stewardess.
Ach wie nett denke ich.

 

Und tatsächlich, sie ist die ‚Stewardess‘ für den Bus. Oder wie man dazu sagen mag. Busbegleiterin?

Sie weist uns unsere Sitzplätze zu, sie verteilt sobald alle sitzen Flaschen Wasser, sie verteilt Snacks.

Um kurz vor zwölf halten wir an einer Raststation an. In unseren Tickets, für gerade mal 10€ pro Nase, ist auch ein Essen mit drin. Wir sind zunächst skeptisch, doch ein anderer Mitreisender weist uns auf einen perforierten Teil unseres Tickets hin, das unsere Essenmarke darstellt.

Wir sind beeindruckt. Also geht es in die Essenshalle. Wir können uns jeder ein Gericht aussuchen.
Aber gar nicht so einfach, denn diese Raststätten sind nicht unbedingt für Touris ausgelegt. Das meiste steht in Thai und die netten Damen hinter der Essensausgabe sprechen kein Englisch. Also zeigen wir einfach auf etwas das gut aussieht.

 

Richi hat mit seinem Reis auch nicht viel falsch gemacht. Doch ich dachte ich probiere es mal mit Nudeln. Jedoch nahm die Dame den Teller mit den Nudeln nochmal zur Seite und schwenkte eine riesen Kelle glibberiges irgendetwas drüber. Am Tisch angekommen konnte ich einen genaueren Blick auf das Etwas werfen.

Eine glibberige, durchsichtige Masse irgendwas mit Schweinefleischstücken.

Ich habe mein bestes Gegeben doch diese nach fast nichts schmeckende Soße und getränkten Nudeln konnten leider nicht überzeugen. Auch Richis Essen ist richtig typisches, schlechtes Kantinenessen aber essbar.
Ja, unsere Gaumen sind schon manchmal etwas verwöhnt. Wir geben es zu 😊

 

 

Nett gemeint und cooler Service an sich aber nichts für unsere Gaumen. 


 

 

Dann versuchen wir unseren Bus zu finden. Der hat nämlich einfach mal zwischendurch seinen Platz getauscht. Und wir irren nachts um 12 auf einem Busparkplatz umher und suchen unseren Bus zwischen 100 anderen die alle gleich aussehen, auch weil wir uns die fünfstellige Nummer an der Frontscheibe unseres Busses natürlich nicht so ganz perfekt gemerkt haben. Kurz darauf sehen wir aber einen Bus über den Parkplatz fahren und wir glauben es ist unsere Nummer. Uhhahhhh....

 

Aber er fährt nur zu unserem alten Parkplatz. Also hinterher. Aber man muss sagen, wenig klug dieses Vorgehen mitten in der Nacht mit so vielen übermüdeten bis verschlafenen Touristen an Bord, die keine Ahnung von dem thailändischen Bussystem haben geschweige denn Thai können. Denn wir sind nicht die einzigen Herumirrenden.

 

 

Zurück im Bus machen wir es uns wieder gemütlich und können tatsächlich bis kurz vor Ankunft in Chiang Mai richtig gut schlafen. 

- Wat is dat schön hier - 

 

In Chiang Mai kommen wir wieder an einem Busbahnhof an. Jedoch haben wir noch kein Hotel gebucht und somit 0 Plan wohin wir wollen oder sollen.

Aber Dank Internet und Booking.com ist das eine Sache von 10 Minuten.

Mit einem Art Sammeltaxi geht es dann nach Chiang Mai Oldtown, natürlich wird vorher noch eben versucht uns ein Tuk Tuk oder Taxi für das doppelte bis dreifache zu verkaufen. Aber wir kennen ja mittlerweile die lieben Thais.

 

Chiang Mai hat im Prinzip zwei große Stadtbereiche. Die Oldtown, mit allen Sehenswürdigkeiten, traditionellen Tempel und alten Gebäuden, die quasi das Zentrum bildet. Umgeben wird diese von der modernen, neuen Stadt. 

Wir nehmen noch eine Mütze Schlaf und gegen 12 wecken uns unsere knurrenden Mägen. Also geht es los auf die Suche nach einem Lokal. Auf in die Oldtown.
Und es fällt sofort auf. Es ist ganz anders hier.

 

Kleine Häuser, reihen sich aneinander. Zwischen den langen Straßen winden sich immer wieder kleine Sträßchen. Geschäft an Geschäft, Restaurant an Restaurant, überall Motorräderverleih und dazwischen immer wieder kleine Souvenirläden, die mit handgemachten Schmuck, Figuren, Malereien oder Kleidung Touristen anlocken. Und jedes Geschäft, jedes Restaurant hat seinen eigenen Charm. Die Eingänge sind immer offen, die nur nachts von riesigen Rolltoren verschlossen werden. Holzbalken bilden die Stützen oder die Eingangsbereiche. Und die Thais kennen einfach die Liebe zum Detail. Überall wachsen Pflanzen oder werden gepflanzt. Kleine Dekoartikel hängen an den Wänden der Restaurants. Tische sind nicht die einfachen Plastikstühle und Tische sondern richtige Tische und Stühle aus Holz. 

Und dann ziehen sich quer durch die Stadt unzählige schöne Tempel oder hier auch Wat genannt. (Na, kriegt ihr die Connection zur Überschrift ;) )
Viele sehen sehr ähnlich aus aber jeder hat auch seinen eigenen Charme. Es gibt unzählige verschiedene architektonische Arten.

 

Wat bezeichnet hierbei die gesamt Anlage mit all seinen Bauten. 

Darunter ist das Hauptgebäude, dass je nach seiner Bauart einen anderen Namen tragen kann. Sowie weitere kleinere Gebäude, die zum meditieren, beten dienen oder Bibliotheken und Gebäude, in denen Reliquien aufbewahrt werden, der Chedi. Auch typisch sind die schlangenförmigen Drachen oder drachenförmigen Schlangen. Sie sind Gestalten aus der Unterwelt und sollen als Wächter dienen, daher schlängeln sie sich oftmals als Geländer an Treppen zu den Wats oder Buddha Statuen hoch. 

 

 

Und alle Anlagen sind so unterschiedlich, die eine erstrahlt in glänzendem Gold, die andere in matten bunten Farben oder gar in totalen Silber. Manche sind alt sowie ihre Chedi schon teilweise zerfallen.

Im Inneren der Hauptgebäude befinden sich unzählige und so detaillierte Wand- und Tür- und Fenstermalereien und Buddha-Statuen.

Jedes Mal, wenn wir einen anderen Tempel betreten fühlt man sich wie an einem anderen Ort.
Mit Glück erwischt man auch einen ruhigen Moment zwischen den Fluten der Touristen und kann sogar eine andächtige Ruhe wahrnehmen.

 

Und diese Gärten und kleinen Gebets- und Mediationspavillons in der Tempelanlage, um die Haupttempel herum, sind oftmals einfach mystische und so verzaubernde Gärten, dass man den ganzen Tag dort bleiben könnte und die Ruhe und Schönheit genießen könnte. Wenn nicht diese wahnsinnige Hitze doch so ab und zu das Verlangen erzeugt einen kalten Fruchtshake zu trinken. 

 

Zudem sollte man sich in den Tempelanlagen ja ordnungsgemäß kleiden. Also keine Schultern oder Knie zeigen. Für den Mann meistens ja kein Problem. Als Frau dürfen wir ja oft den Luxus genießen im Alltag etwas mehr Haut zu zeigen und mit Tops und kurzer Hose oder Rock herumzulaufen. In den Tempel geht das nicht. Da heißt es dann umhüllen. Ich habe immer ein Tuch dabei, dass ich mit einer geschickten Bindetechnik als Verhüllungssack umfunktioniere. Aber nur dieses bisschen Stück Stoff, dass mir erlaubt den Tempel zu betreten, erzeugt eine Wahnsinns Hitze, sodass ich gestehen muss, dass ich manchmal keine Lust mehr habe einzutreten. 

 

Und in manche Tempel bzw. anliegenden Gebetsräumen darf man sogar als Frau gar nicht eintreten, da wir menstruieren und somit unrein sind....

'No Words' 

Aber es ist die Kultur, ihr Glauben und auch wenn es hart ist das unten stehende Bild zu sehen und zu verstehen, so akzeptiere ich es.

In manchen befinden sich diese Abbilder von verstorbenen Mönchen. Es ist fast kein Unterschied zu erkennen, ob sie echt sind oder nicht. Manchmal etwas befremdlich..

Und man fühlt sich beobachtet.

Und so manches Mal versteckt sich in den Gärten der Tempel noch der ein oder andere Weise Ratschlag oder eine Weisheit.


- Markt, Markt, Markt, Samstagnachtmarkt, Sonntagnachtmarkt, immer Markt - 

 

Und dann gibt es hier noch die wunderschönen aber unendlich großen Märkte. Besonders der Samstag- und Sonntagnachtmarkt lädt sehr dazu ein, einfach mal los zu gehen. Zwischen den unzähligen Essenständen am Rande der Stadtmauer umherzuschlendern, bzw gar etwas umhergeschoben zu werden und alles was einem über den Weg läuft und schmackhaft aussieht mal zu probieren.
Für einen kleinen Geldbetrag bekommt man hier Frühlingsrollen oder Sommerrollen, jegliche Fleischspieße von Hühnchen bis Shrimp und Fisch ist alles dabei.
Früchte, Früchteshakes, gebratene Nudeln und Reis. Roti, eine Art Pfannekuchen oder Crepes, süße Reiskuchen, Fischplatten. Endlos viele verschiedene Sachen. Fast wie im Schlaraffenland.

Und dann geht es eine Straße runter die nicht mehr mit Essen gefüllt ist, sondern mit Handwerkskünsten. Ohrringe, Bilder, Figuren aus leeren Coladosen, Taschen, Kleidung, Schuhe. Teilweise moderne Massenwahren aber auch viele lokale bzw. asiatische handgemachte Sachen, kreativ, ausgefallen, mit Liebe gemacht.

Dazwischen findet man immer wieder kleine Stände zur Unterhaltung, wie auf der Kirmes früher. Luftballonschießen mit Luftgewehren, Pfeilen oder Softair. Und auch die musikalischen Beiträge oder manchmal auch nur annährend musikalische Unterhaltung fehlt nicht. Hier und da spielen Bands, mitten in den umhertummelnden Menschen sitzen oder stehen Kinder die Singen oder Geige spielen, viele davon sind blind. Eine Band, die eher klassischen Thai Musik spielt, hat sich mitten auf der Straße hintereinander gereiht auf den Boden gesetzt. Eigenartiges Bild aber durchaus platzsparend, um den Menschenmassen bei ihrem Marktbesuch nicht allzu sehr im Weg zu stehen.

 

Der Markt ist unglaublich lang. Er geht einfach eine Straße runter bestimmt an die 2 Kilometer. Aber nicht nur das. Es führen immer wieder Seitenstraße und Plätze von der einen Straße ab und hier sind auch wieder Stände an Stände gereiht. Wir wissen irgendwann gar nicht mehr wohin wir gucken sollen. Was wir angucken sollen.

 

 

Es ist unmöglich an einem Abend hier alles zu sehen. Hauptsächlich für die Touristen gemacht, keine Frage, doch es ist eine schöne Atmosphäre, jeder kann hier etwas für sich finden. In den lauen Abendstunden sammeln sich hier die Menschen und ja es ist teilweise auch schon sehr voll und man kann nicht alles in Ruhe anschauen aber dennoch eine gelungene Aktivität für den frühen Samstag oder Sonntagabend. 

Ja es sind Schmetterlingsflügel als Ohrringe gemacht. Angeblich sind dafür keine Schmetterlinge extra gestorben, doch irgendwie war mir nicht ganz wohl bei dem Anblick. Auch wenn sie unheimlich schön aussehen.

Bei genauerem Hinsehen kann man hinter diesen Korbgeflechten die Band sehen, die hintereinander sitzt und spielt.


Und neben diesen Märkten, gibt es etwas außerhalb der Oldtown ein Stadtteil, in dem jeden Abend ein Markt ist. Jeden Abend dieses Treiben. Unendlich viele Stände auf den Straßen und in großen Hallen aber hier ist eher ein Markt für die Einheimischen. Die meisten sind Klamottenstände in einer Reihe oder Handyzubehör. Jedoch wesentlich weniger individuelle Sachen, mehr etwas für die Massen. Und da jeder zweite Stand eh das gleiche hat braucht man nicht mal alle Stände abklappern. Hat man die ersten 10 gesehen, hat man quasi alle gesehen. Also eigentlich ein einfaches Unterfangen.

 

 

 

- Wie alles funkelt und gläääänzt - 

 

Dieser Teil gibt auch schon einen kleinen Vorgeschmack wie es außerhalb der Oldtown ist.
Wir sind an einem Tag mal rausspaziert. Einen Weg von einer Stunde dauert es zu Fuß, um bis zu DER Straße im Norden Chiang Mais zu kommen, wo sich das geschäftige Leben wohl abspielt.

 

Und hat man das Gefühl in der Oldtown in einer gemütlichen relativ kleinen etwas verschlafenen Stadt zu sein, so prallt man hier auf ein komplettes Gegenteil und verspürt direkt, dass man sich eigentlich noch im schnell entwickelten Asien befindet und auch Thailand mittlerweile ein echt modernes Land ist.

Schicke Hochhäuser, Restaurants, Cafés, hippe Klamottenläden und Accessoiresgeschäfte, Malls reihen sich aneinander. Alles ist in Neonfarben beleuchtet, Werbung blinkt hier und da auf. Sauber, elegant, hübsch, fein hergerichtet. Willkommen in der Modernen, Willkommen in der „richtigen“ Stadt. Für einen kurzen Moment vergisst man wirklich, dass man eben noch dem eben noch so schönen und alten Chiang Mai war.

 

Sogar eine alte Kirche haben sie sehr kreativ zu einem kleinen kreativen Luxus und Geschäftskomplex umgebaut.


- Chiang Mai, der goldene Norden - 

 

Wir haben einige Tage in Chiang Mai verbracht, das Leben hier ist sehr entspannt, das Essen ein Traum, die Oldtown einfach nur hübsch.
Wir haben die  Zeit hier genutzt um einfach etwas runter zu kommen, unsere nächsten Tagen, Länder und Trips zu planen. Und wir haben das Essen hier genossen, so gut, lecker und frisch haben wir seit langem nicht gegessen. Unschlagbar!!!

Ich persönlich finde es einer der nettesten und hübschesten Städte, die ich bisher gesehen habe. Ich könnte vermutlich ewig in den Straßen umherschlendern oder die Märkte auf und abgehen.

Also auf jeden Fall sehenswert und wir sind froh, dass wir uns für Chiang Mai entschieden haben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Erika (Donnerstag, 04 April 2019 11:17)

    Salli,
    Ich denke,dass ihr euch in Thailand fast heimisch fühlt. Kann ich gut verstehen. So wie Melina es beschreibt,kann es dort einem nur gut gehen:freundliche geschäftstüchtige Menschen mit einer guten und einfallsreichen Küche (vergessen wir einfach die glibberige Soße:)) und unzählige schöne Bauten,Märkte...
    ich freue mich schon auf eure nächste Station und dazugehörigen Bericht ����‍�

  • #2

    Nina B. 05.04.2019 (Freitag, 05 April 2019 02:30)

    Hallo, es hört sich sehr interessant an. Man taucht in das Leben einer anderen Kultur ein und erfährt nicht nur wie es auf den Straßen und Märkten zugeht, sondern man hat auch das Gefühl selber dabei zu sein.
    Toller Bericht! Danke.

  • #3

    Melina & Richi (Montag, 08 April 2019 10:34)

    Ganz lieben Dank für eure Kommentare.
    Es freut uns unheimlich, dass wir es schaffen euch mit auf unsere Reise zu nehmen.

    Tut uns leid, dass wir nicht immer ganz auf dem aktuellsten Stand schreiben können.

    Wir hoffen, dass euch auch die weiteren Berichte gut gefallen werden.

    Alliebste Grüße :)