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Auf zwei Rädern durch Thailands Norden

Da wir kurz nach der Ankunft schon merken, dass Chiang Mai, unglaublich schön, aber auch schnell gesehen ist, wollen wir mal wieder bisschen raus aus der Stadt. Richi hat sich schon fleißig erkundigt, was es für Optionen gibt und wir wollen es mal noch weiter im Norden probieren.

Dort gibt es die Möglichkeit eine Schleife, einen sogenannten „Loop“ zu fahren. Durch Nationalparks, an Wasserfällen vorbei und vor allem ein bisschen was von der ländlichen Region hier oben zu sehen.

Dafür brauchen wir aber einen fahrbaren Untersatz.

Und dieser ist nach einiger Suche auch gefunden. Ein riesiger und schwerer Roller, eigentlich schon ein Motorrad. Aber für 2 Leute mit bisschen Gepäck und die Berge rauf und runter, da wird es auf einem kleinen Roller wohl etwas eng werden.

Zudem kommen wir Richis Traum, mal Motorrad zufahren ein Stück näher.

Wir planen für den Loop ca. vier Tage ein. Und nachdem unsere Sachen schließlich im Hotel in Schließfächern verstaut sind, starten wir am 2. März mit unserer Tour. 

- Führerscheinkontrolle nach wenigen Metern -

 

Unser Gefährt ist echt eine Mords-Maschine. Mit 300cc hat sie Power und vor allem Gewicht. Ein Glück muss/kann ich nicht fahren. Ich wüsste nicht mal ansatzweise, wie ich das Gewicht halten sollte, geschweige denn mit Gepäck und Mitfahrer. Zudem komme ich nicht im Entferntesten mit den Füßen auf den Boden, wenn ich einmal auf dem Sitz sitze.

Der hintere Sitz ist sogar noch etwas erhöht, sodass ich jedes Mal beim Auf- und Absteigen förmlich raufklettern muss. Aber ich habe ja einen tollen Kletterpartner, Richi😊 Also alles kein Problem.

Aber wenn ich einmal Sitze, dann fühle ich mich wie auf einem Thron.

So nach ersten Fahrproben durch die kleinen Straßen von Chiang Mai geht’s dann auch los. Also rauf auf die große Hauptstraße, die einmal um die Stadt herumführt.

Und wirklich, wir biegen gerade um die Ecke, sind keine 2 Minuten gefahren, da geraten wir in eine Polizeikontrolle. Sie fischen alle Zwieradfahrer aus dem Verkehr und wollen die Führerscheine sehen. Denn in Thailand ist es offiziell nicht gestattet, ohne Motorradführerschein einen Roller oder Motorrad zu fahren, das mehr als 50cc hat.

Und unserer hat 300cc….ohoh.

Also internationalen Führerschein raus und auch den nationalen.

Ich mache mir schon Gedanken, dass wir das Ding jetzt zurückschieben müssen und 20€ Miete pro Tag einfach in den Wind geblasen haben. Aber Richi hat sich natürlich schlau gemacht. Es erwartet uns nichts Schlimmes.

Und die Polizisten hier haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sie wissen ganz genau, dass viele Touristen hier herkommen, einen Roller mieten und offiziell keinen Führerschein haben.

Also führen sie Kontrollen durch.

Legitim und vernünftig würde man ja sagen und denken.

Aber: Hier wird man kontrolliert. Man muss ein Bußgeld von 500 THB bezahlen (also ca 15€), man bekommt einen Wisch ausgestellt UND darf nun ganz legal 3 Tage mit dem Roller/ Motorrad ohne Führerschein weiterfahren.

Also ganz klarer Fall von: Wir ziehen den Touris für das eigentlich nicht zulässige Fahren Geld aus der Tasche und können so schön noch mehr an Ihnen verdienen. Zumal dabei angemerkt werden muss, dass keine Vermietung Roller anbietet, die überhaupt so wenig CC haben, dass wir sie mit dem Autoführerschein aus Deutschland legal fahren dürften.

Wären die Kontrollen aus Sicherheitsgründen gemacht worden, keine Frage, ich würde es verstehen. Aber dass man einfach weiterfahren kann, das lässt mich einfach nur schallend auflachen. Thailand die Verrückten😊

Na ja, etwas verärgert aber so ist es nun einmal, wir haben ja auch keinen Motorradführerschein, fahren wir 15€ ärmer weiter und hoffen, dass das die einzige Kontrolle hier war.

Toller erster Tag und Start in die Tour…was kann das nur für ein Omen sein. Aber wir wollen ja nicht zu pessimistisch sein. Also Haken hinter und weiter geht es.


- Der höchste Punkt von Thailand -

 

Der erste Teil der Strecke ist nicht so schön, wir müssen erstmal raus aus der Stadt und fahren dafür den Highway entlang. Aber es wird recht schnell ruhiger von der Verkehrslage und es wird schnell grün. Felder ziehen sich an den Straßen entlang und die Berge am Horizont zeichnen sich immer deutlicher ab.

Leider ist der Horizont hinter eine grauen Schleierwand bedeckt. Es ist Burning Season bzw. der Anfang davon. Wir haben vor unserer Ankunft bereits darüber gelesen aber wollten es dennoch wagen.

 

Burning Season bedeutet, dass Wälder abgeholzt und verbrannt werden oder einfach das Laub, das auf den Böden der Wälder liegt somit beseitigt wird. Sie räumen den Wald auf, heißt es. Oder die Reste der Gewächse auf den Ackern werden verbrannt, die Asche dient wohl als Dünger im Nachhinein.

Es hat also auf den Äckern einen landwirtschaftlichen Aspekt, in den Wäldern wohl eher Tradition. Man kann es sich vom Hörensagen nicht vorstellen. Aber es werden wirklich gezielt Feuer gelegt. Nur kleine, von einem großen Waldbrand habe ich noch nichts gehört aber es raucht überall. Und der Rauch legt sich über den ganzen Norden. Der Horizont, die Berge und die Sonne verschwinden einfach matt hinter dieser Rauchwolkenwand.

Das ist wirklich unglaublich schade, da wir uns nur vorstellen können wie schön es hier wohl ohne diesen grauen Schleier sein könnte. Aber wir sind dennoch schon total angetan von der Gegend.

Je weiter wir aus der Stadt gefahren sind, desto schöner wird es und je weiter wir in die Berge fahren wird es auch immer grüner und kälter.

Wir schlängeln uns mit dem Motorrad den Berg hoch. Hierbei merkt man den Unterschied zu den anderen Rollern. Wir können ganz easy peasy mit uns Zweien und Gepäck den Berg hinauf. Andere Touris kriechen die Berge hoch und zu zweit müssen sie sogar hier und da mal absteigen, weil die Steigung hier enorm ist und die Roller teilweise nicht genug Power für zwei Menschen haben.

 

Irgendwann wird es sogar so kalt, dass ich meine Softshelljacke anziehen muss. Unglaublich. Beim Losfahren hat man noch aus jeder Pore geschwitzt und war um jeden Windzug froh und jetzt muss die Jacke her, damit die Arme nicht abfrieren. Verrückt was diese Höhenmeter ausmachen.

 

Aber paar Höhenmeter ist gut. Wir fahren zum höchsten Punkt von Thailand hinauf. Doi Inthanon auf 2565 Meter Höhe. Leider kann man vom höchsten Punkt von Thailand nicht viel sehen, da überall Bäume stehen und selbst wenn die Bäume nicht wären, der Rauch der Umgebung die weite Sicht deutlich einschränken würden.

Aber wir waren da. Check :D

Auf dem Rückweg kommen wir an den zwei Chedi vorbei, die als Denkmäler für die Königin Sirikit (1992)  und den König Bhumibol Adulyadej (1987) von der Navy zum 60. Geburtstag errichtet worden sind.

Es sind zwei sich gegenüberliegende Chedi, zu denen lange Steintreppen hinaufführen und die umgeben von einem wunderschönen Blumengarten sind. Und sie blicken über das Land, von hier ist sogar ein bisschen weiter zu sehen. Und mal wieder fragt man sich aber, wie wäre es wohl wenn ….:D


- Eine Stadt voll Schwein -

 

Dann geht es für uns auch weiter, denn wir haben noch einige Kilometer auf unserem Tagesplan.

Unser heutiges Tagesziel ist Mae Sariang, der erste Ort vom Mae Hong Son Loop.

Auf dem Weg dorthin passieren wir noch einem zauberhaften Wasserfall, der erste dieses Jahr. Und schon von Weitem kann man das Wasser rauschen hören. Ein kleines Cafe direkt neben dran sorgt natürlich für die richtige Stärkung und kein Kaffee würde bei dem Ausblick besser schmecken.

Wir wecken noch Pauli, Richis kleinere große Schwester, um mit jemanden von zu Hause diesen tollen Ort zu teilen, und hoffen, dass sie uns den kleinen Schlafentzug verzeiht.

 

Und dann geht es aber zügig weiter. Die Straßen hier sind erstaunlicherweise besser als jede Landstraße in Deutschland, daher macht das Fahren denke ich gut Spaß, also hinten drauf tut es das.

Da wir etwas knapp in der Zeit sind, weil wir uns etwas zu lange von dem schönen Wasserfall bezirzen lassen haben, fahren wir in einen unheimlich schönen Sonnenuntergang hinein aber auch etwas durch die Nacht, da es einfach keinen richtigen Ort zum Schlafen noch auf dem Weg gibt.

Unser Hotel liegt etwas außerhalb von Mae Sariang. Es ist eine kleine Anlage von Bungalows, die alle auf einem sehr gepflegten und verspielten Grundstück liegen. Hier und da stehen ein paar Figuren, die fast wie Gartenzwerge aussehen aber eher kleine Kinder darstellen, die möglicherweise das ein oder andere Eis zu viel gegessen haben könnten.

Der Besitzer hat uns schon sehnlichst erwartet als wir ankommen. Statt einem freundlichen Hallo und Zeit die Rucksäcke abzuladen ruft er schon von weitem „Passports“. Okay, wir wissen Bescheid, 19 Uhr für die Ankunft ist wohl zu spät :D

Aber der Bungalow ist super. Die Klima funktioniert top, die Dusche und alles gepflegt.

Dennoch brauchen wir etwas zu Essen und so schwingen wir uns auf den Roller und fahren mal in die Stadt. Ein Restaurant, oder das so aussieht wie eins aber bis zum Anschlag voll ist, weckt unser Interesse. Jedoch sehen wir keine Speisekarte, alle haben das gleiche. Wir sind skeptisch, ob das nicht vielleicht ein privates Fest ist, denn alle gucken auch etwas irritiert.

 

Also geht es weiter ins Ortsinnere. Hier finden wir ein kleines Restaurant, der Vater steht in der Küche und brät etwas an, die Mutter wuselt im Hintergrund und eine Schar an Kindern sitzt an einem runden Tisch in der Mitte und malt. Sie begrüßen uns sehr freundlich auf Englisch und Thai, weisen uns einen Tisch zu und geben uns die Karte.

Nach kurzem Blick darauf fällt auf, hier gibt es nur Schwein, Schwein mit Nudeln, Schwein mit Reis, Schwein frittiert, Schwein gegrillt, Schwein gebraten, Schwein in Suppe. Alles mit Schwein aber nichts anderes. Also was will man machen, wir haben hunger. So nehmen wir einmal Schwein mit Nudeln und einmal Schwein mit Reis und dazu noch ein paar lustig aussehende Spieße, weil unsere Mägen bis zum Boden hängen. Die Spieße sind wider erwarten recht lecker.

Die Nudeln und der Reis ist wirklich nur Schwein mit Nudeln und Reis und Sojasoße. Nicht mehr, nicht weniger. Der Geschmack…hmm.

Vermutlich sind wir einfach in den letzten Tagen viel zu sehr von Bangkok und Chiang Mai mit frischem Gemüse verwöhnt worden. (Abgesehen von den glibberigen Nudeln am Busbahnhof)

Wir schlingen das Essen runter und fahren zurück in den Bungalow. Auf dem Rückweg wird uns bewusst, dass es hier überall nur Schwein gibt. Überall Restaurants die mit Schweinen auf ihren Logos werben und nichts anderes auf der Speisekarte haben. Oder ganze Schweinepötte anbieten, was auch immer das sein mag.

Nun gut denken wir, warum soll's das nicht geben. Eine Stadt die eben Schweinefleisch-Fan ist. Auch wenn es weniger geschmeckt hat, denken wir heimlich.


- Tag 2, Tempel, Tempel -

 

Um 9 Uhr können wir es gar nicht glauben, dass wir langsam aufstehen sollten. Aber die Wecker klingeln immer wieder. Ja auch wir müssen mal uns an unsere Zeitpläne halten und auch auf einer Reise kann man mal mit dem Wecker aufstehen müssen. Nicht das ihr denkt, dass wir immer bis um 12 schlafen :D

 

Nachdem wir uns dann aus dem unheimlich gemütlichen Bett gequält haben, wagen wir mal einen Blick auf unseren Balkon. Wir stoßen die Tür auf und wumm…der Ausblick ist echt traumhaft. Wie gestern Abend schon vermutet ist es eine schöne Anlage. Vom Balkon aus blickt man auf einen kleinen See umrandet von Palmen und Blumen . Der Balkon würde nur so einladen hier gemütlich in den Tag mit einer Tasse Kaffee zu starten. Tja aber der Loop wartet und der Tag hat nun einmal nur 24h. Schade, dass wir hier nur eine Nacht bleiben können.

 

Dann geht es weiter, wir machen noch einen kleinen Abstecher zu einem Tempel von Mae Sariang, der unheimlich schön auf einer Anhöhe liegt, umzingelt von Sträuchern mit pinken Blüten. Zudem werden wir heute mit einem blauen Himmel belohnt.

Sonst steht heute nicht so viel auf dem Plan außer Fahren. Aber die Strecke ist toll, kurvig, zwischen Wäldern und Bergauf Bergab, hier wird es nicht langweilig und Richi kann das erste mal so richtig gefallen am Motorradfahren entdecken.

 

Heute sind wir etwas besser in der Zeit und schließlich erreichen wir bei Sonnenuntergang Mae Hong Son. Die Stadt des Loops. Wir sind gespannt.

 

Während der Ankunft kann man noch gar nicht wissen wie schön gelegen diese kleine Stadt ist.

Sie liegt an einem kleinen See. Der Weg vom Hotel führt durch eine dunkle Gasse und am Ende trifft man auf den kleinen See, der im Dunkeln liegt, umringt von Lichtern der Stadt des Abendmarktes und des Tempels. Die Lichter funkeln und spiegeln sich in der Wasseroberfläche.

Wir durchstreifen erstmal das Gelände des Tempels der super schön beleuchtet ist, überall Lampen und Lichterketten. Das hat eine ganz eigene Atmosphäre so bei Nacht.

Im Anschluss geht es über den Nachtmarkt mit seinen kleinen Essensständen. Aber weil die Standbesitzer so aufdringlich sind, einem am liebsten das Essen in den Mund stopfen und das Geld aus der Tasche ziehen wollen und das Essen nicht gerade so aussieht, dass es unsere knurrenden Mägen stillt, gehen wir nur an den Ständen vorbei.

Sonntags haben anscheinend alle Restaurants der Stadt geschlossen außer das teuerste der Stadt. Zudem ist Off-Season und die Touris auf dem Loop halten sich stark in Grenzen. Also geht es zum Nachtmarkt zurück an dem wir ein Restaurant gesehen haben. Hier bekommen wir ein einfaches Essen von dem wir auch fast satt werden. Aber die Servicekräfte und der Geschmack ist für Thai-Verhältnisse nicht so wie man es kennt, dennoch macht die Atmosphäre und der Ausblick auf den See schon so einiges wieder wett 😊


- Tag 3, Begegnung mit einer Schlange -

 

Eigentlich wollten wir endlich mal früher los, doch das will hier nicht so richtig klappen, auch weil wir nicht so gut schlafen vermutlich. Warum ist nur die Frage?! Die Zimmer stets komfortabel, die Betten gemütlich, die Duschen kalt…alles eigentlich so wie es besser nicht sein könnte.

 

Nach einem kleinen Frühstück im zugehörigen Café gegenüber mit Toast, Marmelade und Banane, geht’s also los.

Mae Hong Son ist sogar zweifach bewacht. Der Tempel am See ist nicht der einzige. Ein zweiter schwebt über der Stadt. Auf dem Berg angekommen ist es fast so, als ob der Tempel die Stadt von oben schützt und stets ein Auge auf das Umland hat, denn von hier kann man die ganze Stadt sehen, etwas rauchig aber nicht so schlimm wie sonst, man kann sogar die Berge am Horizont sehen.

 

 


Nächster Stopp ist eine Bambusbrücke, die über ein riesiges Reisfeld führt. Geht man diese bis zum Ende, erwartet man einen Tempel, leicht erhöht. Es ist heute wieder so unglaublich heiß. Während wir gehen und vor allem beim Treppensteigen merkt man die Hitze auf jedem Hautfleck.

 

Bei dem erneuten erwähnen eines Tempels mag manch einer bestimmt denken "schon wieder?!".

Ja manchmal denken wir das auch. Aber dieser hier hat was ganz eigenes. Alles ist ruhig, der Wind lässt die kleinen Bambusgebetstafeln aneinander klappern. Es gibt einen kleinen  Gang aus Bambusbögen unter dem man durchschreiten kann, während von oben traditionelle Sonnenschirme herabhängen und Windspielen um einen herum wirbeln.

 

Dieser Ort ist so tiefenberuhigend. Hier könnten wir Stunden verbringen. Einfach sitzen, der Stille lauschen und diese absolut friedliche Atmosphäre wirken lassen.

Eigentlich ist hier wohl auch ein Cafe aber aufgrund der wenigen Touristen aktuell geschlossen.

Die Mönche sitzen unter einem anderen Unterschlupf und verkaufen Opfergaben. Blumen, Getränke, Kekse. Was würde man hier auch gerne was kaltes zu trinken kaufen aber das ist hier nicht für die eigenen Freuden gedacht.

Nachdem wir hier richtig runter kommen konnten geht es auch weiter. Heute steht viel auf dem Programm.

 

Sogar der Wächter des Tempels ist im 21. Jahrhundert angekommen und schaut irgendetwas auf seinem Tablet!

Imaginärer Kaffee, aber alleine die Vorstellung war schon erweckend.


 

Zurück auf dem Roller und nachdem der Sitz einem fast den Hintern weg geschmolzen hat, weil die Sonne derartig prallt, geht es weiter Richtung Wasserfall!! Was freuen wir uns und malen uns aus wie erfrischend das sein wird.

Dann an dem Wasserfall angekommen macht ein Schild schnell deutlich: hier darf eben nicht geschwommen werden….na toll. Die Enttäuschung ist mittel bis hoch. Aber die Beine rein halten ist auch schon nicht schlecht.

 

 

Wir kraxeln etwas rum und Richi geht ein bisschen den Dschungel erkunden. Plötzlich taucht er hinter mir auf, etwas außer Atem. Ihm ist eine Kobra entgegengekommen!! Uhhh….da weiß man nicht so genau wie einem sein soll. Denn sie leben hier halt wie bei uns die Füchse im Wald. Wilde Tiere eben, sie gehören dazu. Wir nehmen dennoch unsere sieben Sachen und nehmen etwas Abstand von dem Eck hier. 

Suchbild: Wo ist Richi?


- Hallo Myanmar -

 

Nächstes Ziel ist Ban Rak Thai, ein kleines altes chinesisches Dörfchen, ganz nah bei der Grenze zu Myanmar. Das Dorf liegt um einen kleinen See und man hat wirklich das Gefühl in China zu sein. Kleine Holzhäuser mit geschwungenen Dächern liegen um den See. Doch es ist fast gespenstig ausgestorben hier. Ein paar Geschäfte sind geöffnet aber es ist nichts los. Hier könnte ein chinesischer Western gedreht werden, wenn es denn so etwas überhaupt gibt?! Fehlt nur, dass ein Heuballen durch die Straßen weht.

Die meisten Geschäfte und Läden sind zu. Wir haben mittlerweile aber gut Hunger und nach etwas Suchen probieren wir es einfach in einem kleinen Restaurant. Die Besitzerin ist super witzig. Erzählt irgendwas von der Gegend, von wenigen Touristen. Ihr Englisch ist recht eingeschränkt, zudem hat sie einen recht starken Akzent, daher ist es schwer sie zu verstehen. Aber sie lacht ganz viel und das alleine ist schon Unterhaltung genug.

Sie beschreibt uns auch einen Weg zur Landesgrenze, der ist jedoch etwas umständlich aber nach bisschen hin und her finden wir ihn. Und tatsächlich einen kleinen Feldweg hoch ist der Grenzübergang zu Myanmar. Am Ende des Weges ist ein Holzzaun, eine kleine Schranke bildet den Durchgang und ein kleiner Wachposten in dem ein Soldat vor sich hin starrt. Der wohl langweiligste Job der Welt. Denn hier ist nichts los.

Wir kommen der Schranke näher und sind etwas nervös wie der Soldat wohl gestimmt ist, wenn da Touris auf die Grenze zumarschieren.

Aber er lächelt sogar und auf Nachfrage sagt er bereitwillig, dass wir mal rüber gehen dürfen.

Irgendwie komisch die Grenze zu überqueren, wenn man eigentlich ein Visum braucht und somit quasi illegal dort ist. Und es ist fast unwirklich über eine virtuelle Linie zu gehen und in einem ganz anderen Land zu sein, dass bis vor wenigen Jahren noch total abgeschottet war.

 

Wir besuchen noch einen anderen Grenzübergang, hier arbeiten Bewohner, Soldaten und Mönche zusammen um die Straße des Grenzübergangs zu erneuern. Ein eigenartiges und fesselndes Bild.

Auch hier dürfen wir die Straße bis nach Myanmar hinuntergehen. Ein Soldat sagt nur, dass wir das Motorrad abstellen sollen und bitte wieder kommen mögen :D

Am Ende der Straße ist sogar ein Dorf.

Der Soldat von Myanmar allerdings sieht nicht so sympatisch aus und es gibt auch nicht viel zu sehen, außer eine bunt angemalte Schule. Also gehen wir wieder zurück.

Die Stimmung an der Grenze ist etwas angespannt, so empfinden wir das, allerdings wissen wir nicht wie real das ist, da wir ja mit einem Vorwissen an die Grenze gefahren sind und uns auch bewusst sind, dass es in anderen Bereichen der Grenze deutlich mehr Spannungen und Konflikte gibt. Zudem sind wir aus Europa der Funktion und Bedeutung von streng bewachten Grenzen kaum gewöhnt.

 

Und es geht weiter zur nächsten Stadt, Pai, aber das ist noch ein ganzes Stück. Zudem liegt auf dem Weg eine der schönsten Höhlen von Thailand. Die Stunden des Tages sind mal wieder geflogen und die Höhle schließt schon um 17 Uhr. Wir sind zu spät. Also brauchen wir erstmal eine Unterkunft. Nachdem wir nach etlichen Versuchen etwas gefunden haben, den Besitzer aus der Dusche geholt haben, und noch schnell das gesamte Hotel für uns in Betrieb genommen wird, können wir das schönste Zimmer unserer bisherigen Reise beziehen. Ein uriges Zimmer mit großen Holzdielen, die bei jedem Schritt vor sich hin knarzen und einer ganz liebevollen Einrichtung.

 

 

Am Endes des Feldweges sieht man die Grenze zu Myanmar.

Hallo Myanmar!


- Tag 4, Höhlenexursion  -

 

Das Zimmer ist einfach zu schön und das Bett so gemütlich, dass wir mal wieder ewig brauchen bis wir loskommen und auch, weil wir noch ein unerwartetes, richtig gutes Frühstück bekommen.

 

Danach fahren wir zu dem Lod Cave. Dort werden wir von einer lieben alten und witzigen Thai-Dame mit einer Gaslampe durch die riesige Höhlen geleitet. Sie spricht ein wenig Englisch und zeigt uns Stalagmiten die aussehen wie Elefanten, Frösche, Buddha, Eier und vieles mehr. Wirklich phantasievoll aber total zutreffend. Es ist eine sehr unterhaltsame Führung. Wir fahren mit dem Bamboo-Boat (zusammengebundene Bambusrohre) einen Fluss entlang und können während dessen Fische füttern, von denen einer aus dem Wasser springt und hinter mir auf dem Boot landet, unheimlich zappelt und ich vollkommen überfordert bin, was ich mit dem armen Tier denn machen soll. Aber schon kurz danach gelingt ihm der Sprung ins Wasser zurück. Unser Bootsfahrer lacht nur. Ja, ja die Touris aus der Stadt, denkt er nur. Und Recht hat er ja. :D

Dann hören und sehen wir noch einen Bootsfahrer singend durch die dunkle Höhle schippern. Was ein magischer Moment. Das könnte auch aus einem Disneyfilm sein. 

 

Nach dem Cave geht es weiter über einen wunderschönen Viewpoint, bei dem man sich wieder, aufgrund der Häuser und Deko, etwas nach China versetzt fühlt. 😊

An diesen Ort haben wir auch Erika aus Deutschland mitgenommen.

Hier gibt es außer der Sicht nicht viel zu sehen, aber dieser Ort lädt zum Verweilen ein und hier zu telefonieren ging auch schon schlechter.


- Einer der schönsten Sonnenuntergänge -

 

Dann geht es endlich nach Pai.

Eigentlich wollten wir hier nur kurz durchfahren, Mittagessen noch ein zwei Sehenswürdigkeiten ansehen und weiter.

Doch der weiße Buddha, der hier über der Stadt schwebt, dessen Treppen durchaus schweißtreibend sind und der Canyon fesseln einen doch.

Am Canyon können wir einen einmalig schönen Sonnenuntergang genießen und vor allem die witzigsten Posen der anderen Touristen beobachten, die versuchen den Sonnenuntergang ganz besonders einzufangen.

Und dann ist es schon fast dunkel. Also bleiben wir in Pai heute Nacht. Zudem hat Pai ein tolles Nacht- und Abendleben. Der Nachtmarkt erstreckt sich über mehrere Straßen aber ganz gemütlich. Hier streifen wir auf und ab, können noch etwas leckeres zu Essen genießen und lassen den Abend bei Cocktail und Bier ausklingen.

 

Später als gedacht sind wir dann wieder in unseren Bungalow. Der ist total warm und der Ventilator lässt uns nur ein ganz wenig Wind zukommen. Zudem kräht ständig ein Hahn und ich wache immer wieder mit dem Geruch von Hühnerkacke in der Nase auf…höchst verstörend.

Dann kommt noch dazu, dass wir am Abend ein totes Insekt auf dem Bett gefunden haben, welches wie ein Bedbug aussah und ich habe mir natürlich daraufhin ständig eingebildet, dass ich gebissen werden und das es kribbelt und juckt. Manchmal wird man hier einfach etwas paranoid und lässt sich davon den Schlaf rauben. Aber was will man machen.  

White Buddha Pai

Canyon Pai


Sonnenuntergang in Pai

Auf dem Weg zum Canyon hatten wir einen für uns neuen Verkehrsteilnehmer. Und tatsächlich machen somit die Straßenschilder mit den Elefanten drauf Sinn.

- Tag 5, endlich Abkühlung -

 

Etwas gerädert stehen wir am nächsten Tag auf. Das Zimmer ist heiß, weil die Sonne auf das Dach des Bungalows scheint und der Ventilator immer noch nur den dürftigsten Dienst erweist. Wir machen uns gemächlich fertig, gönnen uns noch ein 7/11 Frühstück – Mittagessen. Und auf geht’s on the road.

 

Unser erster Halt ist ein riesiger Wasserfall. Einer der schönsten bisher und wir können uns für 200 Baht Eintritt und 20 Baht fürs Parken endlich mal etwas abkühlen. Die Thais wissen wie sie Geschäfte machen.

Oberhalb des Wasserfalls ist ein Cave. Wagemutig gehen wir auf eigene Faust hinein. Man kann jedoch nicht weit sehen, überall gehen enge Gänge ab und überall lauern dunkle Einbuchtungen. Das ist gruselig, weil man nie sehen kann ob da nicht doch ein Tier lauert. Aber es ist spannend zu sehen, wie einfach in einem Berg Gänge und Hohlräume verschwinden.

 

 

Mork Fa Waterfall

Wir haben die Erdbeeren auch mal probiert, fast so gut wie die Badischen :)


 

Aber heute müssen wir mehr Kilometer fahren als in den letzten Tagen, damit wir irgendwann mal diesen Loop schaffen und nicht erst in 2 Jahren das Motorrad zurück bringen.

 

Auf dem Weg in die nächste Stadt kommen wir immer wieder an Ständen vorbei, die Erdbeeren verkaufen. Eigentlich habe ich Thailand nie in Verbindung mit Erdbeeren gebracht aber die Gegend hier ist bekannt für die Erdbeerfelder und sie schmecken auch unfassbar gut.

 

Chiang Dao ist unser nächster Halt um mal wieder einen Tempel anzuschauen, dieser ist allerdings zum Teil in einer Höhle, leider ist es auch schon wieder nach 17 Uhr und daher ist alles zu. Wir sollten uns mal hinter die Ohren schreiben dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Aber selbst wenn, der macht uns morgens ja auch nicht wacher.

Und es wird auch schon wieder dunkel, deswegen suchen wir uns ein Zimmer in der Stadt.

Leider verchecken wir bei der online Buchung bisschen das Datum und buchen für morgen anstatt für heute . Die Gastgeber sind etwas verwirrt, wir auch :D aber sie machen ganz fix ein Zimmer sauber, das glücklicherweise leer ist und wir können einziehen. Sie sprechen nur wenig English aber dank dem Google Translator sind selbst verschiedene Sprachen kein Problem mehr.

 

Die Gastgeber sind echt herzallerliebst und geben alles, dass wir noch einen schönen Schlafplatz haben. Ich fühle mich auch fast heimisch, denn über dem Bett hängt ein riesiges Bild vom Kölner Dom. Hahahha…wie witzig, wie die hier in nördlichsten Thailand an ein Bild von Köln kommen. 

- Verzweifelte Essenssuche -

 

Wir müssen noch was essen, also suchen wir auf Google schon mal nach Restaurants, da bereits auf dem Herweg schon vieles sehr dunkel aussah. Ein paar scheinen aber noch offen zu sein. Also gehen wir zu Fuß los. Doch die Eintragungen hier sind nicht so aktuell. Alles in der Nähe ist zu. Also geht’s auf den Roller. Ein Restaurant ist geöffnet und einige Menschen sitzen bereits da und Essen, also kein schlechtes Zeichen normalerweise.

Wir setzten uns. Schnell sehen wir, dass es eigentlich mal wieder nur Gerichte mit Schweinefleisch gibt..hmm na gut, das ist wohl hier der Norden. Wir bestellen mal auf gut Glück drei Gerichte. Und was kommt ist die größte Enttäuschung des Jahres, nur Schweinefleisch mal kross, mal nicht und mit kaum Soße und keinem Gemüse …das ist wohl so, wenn man die Karte nicht versteht.

 

Aber noch enttäuschender ist, dass es nur solala schmeckt und auch einfach viel zu wenig und zu teuer ist. Richi ist nicht ansatzweise satt. Also machen wir uns weiter auf die Suche. Ein ebenfalls gut gefüllter kleiner Imbiss überzeugt uns irgendwie. Aber es gibt nur Nudelsuppe.

Nudelsuppe mit und ohne Schweinefleisch.

Was kommt ist eine denke ich klassische thailändische Nudelsuppe mit bisschen grünem Gemüse und gaaaanz viel Koriander, der Horror für Richi (schmeckt wie Seife sagt er immer). Da ich die vegetarische Variante habe sind bei mir noch irgendwelche frittierten Dreiecke drauf. Alles zusammen ist das Essen okay, wenn man jedoch keinen Koriander mag, leider die totale Katastrophe und satt macht es bei großem Hunger auch nicht. Also letzte Möglichkeit ist der 7/11 um Richis Hunger irgendwie noch zu stillen. Was ein Abend und was eine Essenssuche, das hatten wir bisher noch nie!

 

Schade lieber äußerer Norden Thailands, mit dem Essen kannst du uns leider nicht überzeugen.

 

- Tag 6, Ausflug nach Japan -

 

Wir entscheiden uns den Ausflug um 2 Tage zu verlängern, da es einfach zu viel zu sehen gibt und wir uns auch nicht so stressen wollen (z.B. mal vor 9 aufzustehen) kleiner Scherz. Wir wollen noch zum Goldenen Dreieck und das sind noch einige Kilometer mehr.

Bevor es aber richtig los geht, fahren wir noch an dem Cave vorbei, der gestern zu hatte.

 

Die Höhle ist am Anfang mit Licht ausgestattet, an einigen Ecken sind kleine Tempel. Alles in fetzigen verschiedenen Farben, nicht so ganz passend zu der Atmosphäre und der Funktion der Höhle aber auch mal wieder etwas anderes. Der unbeleuchtete Höhlenbereiche hier soll riesig sein. Überall stehen Schilder, die sich sehr widersprechen, und letztlich verstehen wir nicht ob man eintreten darf oder nicht, mal wirkt es, als ob man nur mit Guide rein darf, mal auf eigenen Gefahr und dann muss man aber vielleicht ne Gebühr zahlen, wenn man rein geht?

Draußen genießen wir noch kurz den außerordentlich paradiesischen Teich der in den Berg hineinragt. Wirklich ein bezaubernder Ort für einen Tempel
Weil wir auch nicht endlos Zeit haben, sparen wir uns dieses Event und fahren weiter.

 

Auf dem Weg sehen wir von weitem hübsche, japanische aber super pompöse Gebäude an einem See. Wir machen Halt. Essen etwas und betreten dann, ohne Eintritt zu zahlen (wir sind total baff, das gibt es sogar mal in Thailand???), eine Anlage mit einem See mit unzähligen Kois und einem riesigen Holzhaus. Wofür das gebaut ist, keine Ahnung, aber es sieht sehr schön aus und lockt viele Besucher an.

Auch Norbert lassen wir via Whatsapp mal bestaunen was das hier ist.

Es ist wirklich so toll, dass wir an die verschiedensten Orte unsere Lieben von zu Hause so gut mitnehmen können. Danke liebes Internet, das ist wirklich die tollste Erfindung und erleichtert das Reisen um so vieles.

 

Und dann geht’s es auf unseren letzten Streckenabschnitt bis nach Mae Salong. Hier schlafen wir heute in einem Guesthouse. Und es ist draußen sogar relativ frisch hier.  

 

Nach Tagen finden wir auch ein Restaurant, in dem das Essen endlich mal ganz gut ist und es mal etwas anderes außer Schwein gibt. :D

 

Wir sind glückselig. 

Die Koi-Karpfen des Hinoki Lands


- Tag 7, Glühende Bremsen -

 

Heute ist schon der letzte richtige Tag von unser Rollertour.

 

Wir schaffen es endlich mal früher aufzustehen und gegen 10 Uhr auf dem Weg zu sein.

Was ein Erfolg, wir können es also doch :D

Vorher gönnen wir uns endlich mal wieder ein richtig gutes ausgewogenes Frühstück mit Ei, Gemüse, gebratenen Reis und Kaffee.

 

Erstes Ziel heute ist Mae Sai an der Myanmar Grenze vorbei, laut Google Maps überqueren wir teilweise sogar die Grenze.

 

Zwischendrin werden leider unsere Bremsen immer wieder sehr heiß, sodass die Bremskraft spürbar nachlässt also sind wir hier und da zu Pausen gezwungen. Im Vergleich zum Motorrad mit Motorbremse einer der größten Nachteile der Automatik.

Als wir beim ersten Mal stehen bleiben müssen weil die Bremsleistung nun definitiv zu gering wird, kommen uns schon nach wenigen Minuten sehr hilfsbereite Thais entgegen die uns helfen das Motorrad zum nächsten Mechaniker zu bringen, doch auch er kann nur zu heiße Bremsen feststellen.

Also schön langsam machen, aber die Talabfahrt war hier schon geschafft. 

 

Dann erreichen wir den Königspalast bei Doi Tung, hier gehen wir auf einen kleinen Markt und kaufen ein paar getrocknete Erdbeeren und sehen Avocados so groß wie Melonen. Ob die wohl in der wahren Natur wirklich so aussehen?? Zudem dürfen wir eine Frucht kosten, die wie eine Mischung aus Kürbis und Süßkartoffel schmeckt. Davon nehmen wir direkt eine mit.

 

Mit ein paar Pausen mehr und mit Richis erfahrenen und vorausschauender Fahrweise klappt die Fahrt mit dem Roller sehr gut und wir erreichen Mae Sai.

Das ist die Grenze zwischen Mae Sai und Tachilek (Myanmar), hier schauen wir noch bei einen großen Buddha vorbei, der wieder andächtig über der Stadt schwebt und können einen tollen Blick über die Stadt und über die Grenze nach Myanmar werfen. Beim Buddha angekommen werden wir von einem kleinen, süßen aber frechen Welpen begrüßt, der uns über den Tempel begleitet und uns fast nicht mehr gehen lassen möchte. Wir hätten auch nichts dagegen gehabt ihn einzustecken und mitzunehmen. 


Es hat sich herausgestellt, dass er so lange in die Füße beißt  bis man ihn streichelt, dann lässt er es für 5 Minuten mal gut sein.

Wer will gestreichelt werden?

Und nicht mehr lang und wir erreichen das Goldene Dreieck. Hier können wir über den Mekong hinweg Laos, Myanmar und Thailand sehen. Ein beliebter Ausflugspunkt. Das Wetter ist leider nur so mäßig gut und es ist alles nur für Touristen ausgelegt. Aber ein durchaus interessanter Punkt zu sehen, wo drei Länder aufeinander treffen ohne das man es mit dem bloßen Auge erkennen könnte.

 

Wir können nicht lange bleiben, die Zeit und die Strecke liegen uns im Nacken und da das Motorrad so langsam seine Sperenzchen macht wollen wir auch bald nach Chiang Mai zurück. Nach einer kurzen Eis-Pause geht es dann mal wieder auf das Motorrad und nach Chiang Rai.

 

Hier hacken wir nur die Hauptsehenswürdigkeiten ab. Ganz klassisch Asiaten mäßig. Anhalten Fotos machen, vorbei fahren Fotos machen und zack, zack weiter, weiter. Blauer Tempel, check. Clocktower check. Also haben wir auch Chiang Rai gesehen 😊 Was will man mehr.  

Im Inneren des Wat Rong Seur Ten


- Autobahn bauen à la Thai -

 

Auf dem Weg nach Chiang Rai war es aber noch viel spannender. Wir durften hautnah miterleben, wie das hier so läuft mit Autobahnen bauen. Das geschieht ganz einfach parallel zum Verkehr. Das war spannend, eigenartig und teilweise etwas beängstigend, weil die Autos einfach ganz dicht um die Arbeiten drum herumfahren und die Bauarbeiter einfach weiter ihren Job machen. Dazu muss man sagen, dass der Verkehr hier oben wirklich ruhig ist. Dennoch sehr gewöhnungsbedürftig so zwischen den großen Walzen und  Bauarbeitern her zu fahren :D

 

Dann erreichen wir unseren Ort zum Schlafen. Der letzte Abend von unserem knapp 1500 km lang gewordenen Loop.

 

Wir suchen noch etwas zu essen, heute geht es früh schlafen, da wir morgen um 11 Uhr den Roller in Chiang Mai zurückbringen müssen.

 

- Tag 8, eine tolle Woche geht zu Ende -

 

Wir stehen früh auf und es geht mit voller Fahrt voraus nach Chiang Mai, wir schaffen das alles auch gut bis 11 Uhr. Danach gehen wir noch was Essen und schwelgen in Erinnerungen der letzten Tage.

 

Das war eine einmalig schöne Erfahrung von Ort zu Ort zu fahren, fernab von den Haupttouristen Städten. Viel Ruhe, viele Straßen und viel Natur zu sehen.  

 

Weiter unten wie gewohnt noch eine kleine Galerie mit ein paar weiteren Bildern :-)

 

 

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    Nina Bondar (Sonntag, 28 April 2019 06:41)

    Beeindruckend. Sehr interessant und schön