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Der Moment, in dem man kurz innehält und einem bewusst wird, wie kurz das Leben sein kann

- Auf nach Champasak - 

 

An unserem letzten Tag des Bolaven Loops fahren wir wieder Richtung Pakse, unserem Ausgangspunkt des Loops.

Aber wir wollen im Süden noch an einer sehr bekannten und einer der älteseten Tempelanlagen vorbeifahren, Champasak.

Für Jeremie geht es aber Richtung Norden.

 

Kurz vor Pakse verabschieden wir uns von Jeremie, es war ein angenehmer Reisepartner und von ihm konnten wir lernen, dass man nur wenig Scheu vor den Einheimischen haben braucht und dass man je aufgeschlossener man ist auch viel besser in ihre Welt kommt.

 

Wir machen noch kurz Halt am Golden Buddha Phu Salao, der über Pakse schwebt und von dem man heute einen unglaublich schönen Sonnenuntergang genießen könnte.

Wir haben aber noch paar Kilometer bis Champasak und können den Sonnenuntergang nicht ganz ansehen.

Champasak ist recht beliebt und daher ist eine günstige Unterkunft nur schwer zu finden bzw. das Zimmer ein halber Toaster.

 

Zum Abend suchen wir noch was zu Essen, da aber Off Season ist, ist das nicht so einfach. Viele Restaurants sind geschlossen. Aber wir finden schließlich ein schönes Plätzchen am Ufer des Mekong mit gutem Essen und netten Personal und vor allem Wind. Hier verweilen wir etwas.

 

Dann geht es zurück ins warme Zimmer.

Die Wärme können wir mit dem offenen Fenster etwas besiegen, doch die Geräusche von außen und der Ventilator lassen mich nicht so richtig zur Ruhe kommen.

- Der älteste Tempel von Laos - 

 

Der Wat Phou ist wie schon erwähnt die älteste Tempelanlage in Laos. Bemerkenswert ist auch, dass sie noch vor Angkor Wat von den Khmer errichtet worden ist. Wir fahren früh hin, da sich heute schon eine Hitze ankündigt.

 

 

Die verbliebenen bauten und Treppen sind sehr beeindruckend und auch die Atmosphäre ist sehr entspannt und andächtig, doch den stolzen Eintrittspreis von 5€ pro Nase können wir (bei laotischen Maßstäben) nicht zu 100% nachvollziehen. Aber es ist ein Vorgeschmack auf Angkor Wat. 

Auf dem Tempelgelände des Wat Phou. 

Uns erwartet noch ein steiler Treppenaufstieg.

Erste Stufen zum Wat Phou Tempel


- Der Moment, in dem es passiert - 

 

Der Tag ist noch recht früh, also machen wir uns auf den Weg zurück nach Pakse. Von dort aus wollen wir noch in ein Webereidorf gehen.

 

Doch leider kommen wir nie am Webereidorf an.

Wir wollen gerade links in eine Straße einbiegen, da will jemand von hinten links kommend um uns herumfahren.

Ich schaue nach hinten und sehe nur noch, dass ein Auto auf uns zu rast. Ich weiß noch wie ich überlege, was man jetzt macht, wie man reagiert aber es geht alles viel zu schnell.

Ich sehe noch das Auto aus dem Augenwinkel näherkommen, leicht zur Seite fahren und denke noch, das passiert jetzt nicht. Das wird gut gehen, sowas passiert uns doch nicht!!!

 

Doch schon kurz darauf spüre ich den Aufprall, wie ich mit der Schulter die Oberfläche des weißen Wagens berühre und dann ist alles weg. Das nächste was ich weiß, ist wie ich am anderen Straßenrand liege. Ich will aufstehen, doch ich kann den Kopf nicht heben. Menschen sind um mich rum, viele Menschen, sie schauen mich an. Nur fremde Gesichter. 

Ich will nochmal versuchen aufzustehen, doch ich kann den Kopf nicht heben. Da sehe ich Richi. Ich sehe wie Blut an seinem Bein runter läuft, er hat eine sehr große Schürfwunde. Er läuft umher, fragt mich wie es mir geht. Er sagt mir eindringlich ich soll liegen bleiben.

Alle schauen auf mein linkes Bein, ich spüre einen Schmerz, kann ihn aber nicht zuordnen. 

Sie legen ein Handtuch auf mein Bein, ich weiß nicht warum.

 

Ich weiß gar nicht mehr was ich als erstes gedacht habe. Vielleicht nur, das kann nur ein Alptraum sein, das passiert mir doch nicht. Wir sind immer so gewissenhaft unterwegs.

 

Richi versucht alles zu organisieren, Krankenwagen, Miss Noy unser einziger laotischer Kontakt hier, seinen verlorenen Schuh zu finden, ich.

Der Arme ganz alleine zwischen den ganzen Menschen, die nur starren, kein Englisch sprechen und kaum helfen und ich liege nur auf dem Boden und kann nur zusehen.

Irgendwann wird der Krankenwagen gerufen, bis dies geschieht ist aber auch eine Tortur, denn niemand rührt sich alle gucken nur, alle mit ihren dummen Handys. Fotos können sie machen aber einen Krankenwagen rufen tut keiner. Richi schreit in die Menge und auch ich schreie zwischendurch was denn los ist, warum denn keiner mal reagiert. Also klar, Englisch sprechen können hier nicht viele aber was bei so was zu tun ist, ist doch wohl logisch, oder?

 

Ein paar Frauen knien neben mir. Immer wieder redet jemand mit mir. Ein Gesicht einer alten Frau taucht neben mir auf, sie weint und drückt meine Hand. Ich weiß es nicht zu deuten. 

- Das passiert uns doch nicht!! -

 

Sie versuchen mich aufzurichten, doch der Nacken ist einfach nicht stabil ich bekomme Panik, sie sollen mich einfach liegen lassen. Ich rufe nach Richi, er kommt und macht ihnen sehr deutlich verständlich, mich unter keinen Umständen zu bewegen. Denn wir haben keine Ahnung was mit meinem Nacken ist.

Später finden wir heraus, dass ich wohl auf die Windschutzscheibe aufgeschlagen bin und dort einen Abdruck hinterlassen habe.

 

Wir warten derweil auf den Krankenwagen und Miss Noy. Ich weiß nicht wie lange es dauert, ich weiß nur es fühlt sich wie Ewigkeiten an und es werden immer mehr Menschen um uns herum.

 

Alle gucken auf mein Bein, stehen rum, gucken. Sie legen Äste mit Blättern unter mich, denn der Asphalt brennt auf der Haut, es ist unglaublich heiß, das habe ich aber bisher gar nicht gemerkt. Immerhin machen sie das. Ich muss gestehen ich bin beeindruckt.

 

Und weil alle so gucken und auch Richi etwas nervös wirkt, frage ich immer wieder, wie schlimm es ist. Richi sagt nur ich habe eine Wunde, ich solle mir keine Gedanken machen. Aber ich merke etwas ist nicht in Ordnung. Eine Frau kniet neben mir, sagt sie sei Krankenschwester und ich solle mir keine Sorgen machen. Das würde werden. Ich frage wie schlimm es ist. Sie guckt am mir runter, schaut besorgt, sagt das wird. Ich merke etwas stimmt nicht.

Ich frage ob sie denkt es sei gebrochen, darauf schaut sie unter das Tuch und schüttelt mit dem Kopf. Ich weiß nicht ob ich ihr glauben kann.

 

Ich merke etwas am Knie und Schienbein aber ich kann mein Bein bewegen und heben also wird es wohl nicht so schlimm sein, denke ich. Einfach durchhalten.

 

Die Schmerzen werden aber langsam stärker und es überkommt mich ein Schwall an Frust, Angst, Verzweiflung, das nennt man vermutlich Schock denke ich, ich schlage die Hände über mein Gesicht und weine und schreie und Tränen fließen einfach. Das kann doch nicht wahr sein alles!!

 

Dann endlich kommt Polizei und Krankenwagen. Im Nachhinein erfahre ich, dass es ganze 40 Minuten gedauert hat bis sie kamen. Ein Glück hatten wir nichts Schlimmeres dringt es da immer wieder in den Kopf.

 

Sanitäter kommen auf mich zu und versorgen auch Richi dürftig.

Sie legen mir unsicher eine Halskrause um, sie sprechen kein Englisch.

Ein stechender Schmerz durchzieht mein Bein auf einmal. Eine Wunde wurde mit einem Stich zugenäht.

 

Sie legen mich auf die Trage und schieben mich in den Krankenwagen.

Richi geht nicht mit, er muss hier noch einiges regeln, ich hoffe es geht ihm gut. Wir müssen Fotos machen von der Unfallstelle. Er muss mit den Polizisten klarstellen, dass wir zwar die Touris sind aber wir keine Schuld haben. Miss Noy ist mit ihm und hilft wo sie kann.

Jedoch hat er fast das komplette Schienbein und den Rücken aufgeschürft, es ist super heiß und er läuft da rum, ich hoffe es geht ihm gut. Aber er sagt es bleibt ihm nichts anderes übrig.

 

Einer der Sanitäter setzt sich im Krankenwagen neben mich, hält meine Hand, fühlt den Puls und ist sehr einfühlsam, nett. Ich beruhige mich schließlich etwas.

 

Dann fahren wir los. Ich höre die Sirenen vom Krankenwagen. Ich denke nun bin ich sicher und was für ein Glück wir gehabt haben.

 

- Krankenhaus auf Laotisch - 

 

Im Krankenhaus angekommen wolle sie mich aus dem Krankenwagen schieben, doch die Liege oder die Scharniere klemmen und nach mehrmaligen versuchen müssen sie mich schließlich rausheben, da dämmert es mir schon…was ist das für eine Versorgung.

Ich werde durch den Flur geschoben und bin gespannt was mich erwartet. Ich kann nur die Decke sehe. Sie hat Flecken, die Lampen alt.

Aber ich denke noch, es könnte schlimmer sein.

 

Im Untersuchungszimmer untersuchen sie mich. Ein Mitarbeiter von Miss Noy hat am Krankenhaus gewartet und übersetzt. Auch hier kann keiner Englisch, wirklich niemand.

 

Sie untersuchen mich, fragen nach dem Impfpass, nach Allergien zum Glück haben wir alle Unterlagen dabei.

 

Der Raum sieht ganz in Ordnung aus finde ich, steriles Verbandmaterial vorhanden, die Liegen sehen sauber aus.

Aber ich lasse dennoch keinen Handgriff aus den Augen, so ganz traue ich der Versorgung nicht.

Sie geben mir Betäubungsspritzen, bis sie mir aber verständlich gemacht habe bzw. ich verstanden haben was sie mir da geben wollen ist es ein hin und her. Aber wir verständigen uns irgendwie. 

Ich versuche die Stimmung ein bisschen aufzulockern und lache die Ärzte mal an, aber da kommt nichts zurück.

Die Ärztin beschäftigt sich mit meinem Bein, versorgen es, nähen es. Das Nähen dauert ewig.

Sie brauchen insgesamt 20 Stiche für alle Wunden, eine große Wunde am hinteren Oberschenkel vergessen sie aber und wie sich später herausstellt sind 20 Stiche eigentlich zu wenig gewesen, es werden große Narben bleiben. Aber was erwartet man in Laos, einem Drittweltland.

 

Ich frage immer wieder ob das Knie in Ordnung ist und was meinem Hals ist, sie sagen darum kümmern sie sich später.

 

Dann irgendwann kommt ein Arzt und untersucht den Hals aber es scheint alles gut zu sein.

 

Irgendwann kommt auch Richi, immer noch mit offenem Bein und einem Fuß der eine Beule hat so dick wie ein Tennisball. Wir hoffen sie untersuchen das.

 

Richi ist gestresst neben dem auch noch total aufgewühlt, weil die Sache mit dem Unfall und der Schuld nicht so einfach ist. Und die Kommunikation und Verteidigung eine Tortour ist. Die Polizei und Unfallverursacher wollen versuchen uns die Schuld in die Schuhe zu schieben, doch irgendwie können sie sich verständigen, dass es nicht unsere Schuld ist, vielleicht. Man weiß ja nie, denn wir sind die Touristen und die Fahrer des Autos Einheimische.

 

Miss Noy ist mit ins Krankenhaus gekommen und organisiert alles weitere. Sie bezahlt alle Rechnungen, übersetzt.

Wir bestehen auf Röntgen, denn wir hatten einen Zusammenprall mit einem Auto…

Sie bringt mich zum Röntgen. Und ich bin ehrlich positiv überrascht, es sieht nach einem recht neuen und relativ modernen Gerät aus. Also muss ich eher weniger Angst haben nach einem Autounfall aufgrund der Strahlung des X-Rays mehr Schaden zugefügt zu bekommen.

 

Zwischendurch rufen wir noch meine Mama an, weil Richis Fuß so wahnsinnig dick ist und wir wissen wollen, was wir machen sollen, was ggf. noch untersucht werden soll.

Das ist ein harter Moment, wenn man am anderen Ende der Welt ist und seine Mutter aus dem Krankenhaus anruft und versucht, dass sie sich so wenig Sorgen machen soll wie nur möglich.

Emotionen müssen möglichst gut runtergeschluckt werden. Erstmal nicht zu viele Details preisgeben, am Ende hört es sich ja schlimmer an, als es ist. Und das letzte was wir wollen, ist dass sich unsere Familien zu Hause sich noch mehr Sorgen machen als eh schon. 

- Der längste Tag des Lebens - 

 

Wir wissen nicht was wir ohne Miss Noy gemacht hätten, sie spricht mit den Ärzten, sie organisiert uns ein Tuk Tuk mit dem wir zum Verleih fahren, wo noch unsere Rucksäcke stehen, der uns dann auch zum Hotel bringt.

Ich kann mich aber kaum bewegen, der Nacken schmerzt. Mein Bein schmerzt.

Richi muss unsere beiden Rucksäcke tragen, mit seinem kaputten Bein, Schulter und Fuß.

Ich weiß nicht wie er das gemacht hat.

 

 

Im Hotel hilft uns ein junger Mann von der Rezeption mit den Rucksäcken.

Er ist geschockt aber unfassbar lieb.

 

Wir sind geschockt.

 

Wir können das nicht fassen.

Irgendwann können wir auch schlafen, wenn auch unruhig, bis wir um 10 Uhr am nächsten Morgen von Yves geweckt werden. Er hat uns gestern gesagt, dass wir heute noch einiges klären müssen mit der Polizei und den Autofahrern.

Und dann erwartet uns ein Tag voll hin und her durch die ganze Stadt, um irgendwie zu klären, dass wir nicht Schuld sondern Opfer sind und das wir die Kosten des Autos nicht übernehmen werden.

Und es ist eine Bürokratie, die wir bis heute nicht verstehen, von A nach B nach C nach A nach C nach B und so weiter.

Richi nimmt immer wieder den Vergleich von Asterix und Obelix, als sie den Passierschein A38 haben wollen. Und es ist so passend, genauso haben wir uns den lieben langen Tag gefühlt, als wir mit Yves und Miss Noy durch die Gegend gefahren sind. 

 

Bei dem ganzen Hin- und Her durch die Stadt passieren wir die Unfallstelle einige Male. Es sind noch Markierungen mit Kreide auf der Straße zu erkennen und auch die Äste, die mich vor dem heißen Asphalt schützten, liegen noch dort.

 

Ich bekomme einen Kloß im Hals.

- Schock lass nach - 

 

Bei der ganzen Bürokratie müssen wir gezwungener Maßen immer wieder den Hergang durchgehen. Und mit jedem Mal wird uns bewusster, dass das alles ganz schnell ganz anders aussehen hätte können. Wir hatten große Schutzengel dabei oder wie Yves sagte, wir müssen Buddha danken gehen. ("Buddha loves money")

 

Abends sind wir so froh im Bett zu liegen, unsere Körper ruhen lassen können und vor allem, dass der Unfall nun voraussichtlich geklärt ist.

 

 

In den nächsten Tagen versuchen wir uns einfach nur zu erholen und müssen aber überlegen, wie es weitergeht.

Und während wir überlegen schallt um unser ganzes Hotel Musik herum, überall wird auf der Straße gefeiert, getanzt, gegessen, gesungen und mit Wasser herumgespritzt. Es ist Neujahr nach dem Mondkalender auch bekannt als das Wasserfest. Und wie gerne würden wir daran ein bisschen teilnehmen. Auf dem Weg zu Café nebenan werden wir schon immer wieder zum Sitzen, Trinken und Essen eingeladen. Doch mit den Wassermengen, die da umherfliegen und unseren offenen Wunden verschanzen wir uns im Hotelzimmer.

 

 

Auf dem Weg zu Apotheke in Pakse

Richi wird von Einheimischen zum Essen, Trinken und Singen eingeladen


Wir haben nur noch für ein paar Tage das Visum in Laos und dann müssen wir das Land verlassen.

 

Aber wir merken auch wir nicht wirklich reisefähig sind. Ich kann kaum laufen, für 10 Meter brauchen wir eine halbe Ewigkeit. Sitzen tut irgendwann weh.

 

Wir wollten in Asien so gut es geht nicht mehr fliegen. Aber durch unsere Verletzungen ist das aktuell nicht möglich. Bei dem Gedanken fünf bis sechs Stunden in einem vollen Bus zu sitzen unter Umständen mit Hühnern und was weiß ich nicht was.

 

Also beschließen wir erstmal wieder nach Thailand zu fliegen, dort nochmal alles gut untersuchen zu lassen, denn die Versorgung hier ist annäherungsweise eine Katastrophe. Wir versorgen mittlerweile unsere Verletzungen selbst, da wohl jeder Depp mit etwas Einfühlungsvermögen und gesundem Menschenverstand die Arbeit besser könnte als das Krankenhaus in Pakse.

 

Entschuldigt bitte diese negative Ausdrucksweise. Wir haben ein Verständnis für den Zustand des Landes. Ihr Bildungssystem und ihre Versorgungsmöglichkeiten. Uns ist bewusst, dass sie nicht die Standards haben, die wir aus den westlichen Ländern kennen und wir setzten diese auch gar nicht voraus. Wenn man eine Weltreise antritt, dann geht man einige Risiken ein. Auch, dass die Versorgung unter Umständen schlecht sein kann. Doch die Grundversorgung, Verständnis von Hygiene ist wirklich kein Hexenwerk und könnte auch hier stattfinden und wird es auch eher, wenn man kein Tourist ist. Und das haben wir einfach an so vielen Ecken und Ende im Krankenhaus zu spüren bekommen.

Endlich im Café angekommen

Auf dem Weg zum Café - so gequält wie es aussieht war es nicht, nur seeeeeehr langsam


Unser letzer Abend in Pakse  - auf ein letztes Bier und auf das neue Jahr mit unserem Hotelinhaber

- Tschüss Laos, es war dennoch eine tolle Zeit - 

 

Also verlassen wir Laos am 13. April mit einer wackeligen Propellermaschiene Richtung Bangkok.

 

Viele haben uns bisher gefragt, ob wir wohl nicht mehr nach Laos reisen würden oder ob wir da jetzt einen bitteren Beigeschmack verspüren. Darüber haben wir viel nachgedacht und müssen feststellen, dass dem nicht so ist.

 

Laos ist und bleibt für uns ein tolles Land mit einer einzigartigen Vielseitigkeit vom Mekong, bis über die traumhaften Berglandschaften um Thakhek, die Hitze, Höhlen über Höhlen, altmodische, kleine Städtchen und der wohl langweiligsten Hauptstadt der Welt.

Wir erinnern uns fast jeden Moment sehr gerne und wollen dieses Land auf unserer Reise nicht missen.

 

Der Unfall war großes Pech, doch wir hatten in dem Unglück auch sehr viel Glück. Und es hat uns gezeigt wie kurz das Leben sein kann.

 

Wir konnten tolle, hilfsbereite und kämpferische Menschen kennenlernen, haben sehr viel Mitgefühl und Hilfe bekommen.

 

Wir verlassen das Land irgendwo schon mit einem erleichternden Gefühl, vor allem mit der Aussicht in Thailand eine richtig gute medizinische Versorgung erfahren zu können aber wir sind auch traurig nicht zu den 4000 Inseln gefahren zu sein und somit einen bekannten wunderschönen Teil des Landes diesmal nicht sehen zu können.

 

 

Aber das macht das Reisen aus. Es kommt wie es kommt und man muss mit dem Arbeiten was man hat. Und das ist jetzt unsere Aufgabe.

Aus diesem Moment heraus leben und schauen wie es weitergeht.

Und wir sind zuversichtlich, dass uns das nicht an vielen weiteren tollen Erfahrungen hindern wird.

 

 

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