Ho Chi Minh - länger als gedacht

Nice hostel in Saigon HCMC Vietnam
Unser Zimmer in Saigon

Eigentlich wollten wir uns Ho Chi Minh nur einmal anschauen und dann weiter, denn unsere Zeit in Vietnam ist angesichts der Tatsache, dass wir das Land von Süd bis Nord in einem Monat bereisen wollen sehr knapp.

Aus unserem furchtbaren Loch der ersten zwei Nächte ziehen wir so bald es geht wieder aus und finden ein Traum an Hostel oder besser Zimmer.

Es ist ein Raum in einem kleinen Haus, an dem sich Ranken die Wände hochwinden, in einer winzigen Seitenstraße mitten  von Chi Minh. Es wird von zwei vietnamesischen Studenten geführt. Sie reisen selber sehr gerne und verdienen sich somit etwas Geld neben dem Studium aber treffen sogleich auf Menschen aus aller Welt. Sie haben keine Zeit zum Reisen aktuell, also holen sie sich die Welt einfach nach Hause. Was für eine gute Idee, kannst du nicht in die Welt, so hole die Welt zu dir :D

Chillout in Saigon Vietnam HCMC
Entspannen ist angesagt

- Versteckte Wohlfühloase -

 

Es ist ein dreistöckiges Haus, das im Erdgeschoss eine Küche und Sitzecke hat, im ersten Stock ein Zimmer für 6 Personen darüber eins für 4 und darüber ein Doppelzimmer, das wir bewohnen.

Und wirklich alles von A bis Z in diesem ganzen Haus ist so hübsch, abgestimmt, mit sehr, sehr viel liebe hergerichtet. Wir sind vom ersten Moment wirklich begeistert, einfach hin und weg von diesem freundlichen, willkommen heißenden Paradies. 

Und auch die Gastgeber sind rundum total bemüht, zuvorkommend, freundlich, geben direkt Tipps für alles und tragen sogar unsere riesigen und viel zu schweren Backpacks in den dritten Stock. 

Auch wenn wir ein sagenhaft schlechtes Gewissen hatten, das sie unsere Ziegelsteine hochschleppten, so sind wir doch insgeheim sehr froh, denn die Treppe und die Stockwerke wäre schon noch eine Herausforderung für unsere geschundenen Beine gewesen.

 

Sie selber leben auch in dem Haus, wenn genügend Platz ist, also die Zimmer nicht ausgebucht sind.

Wir nutzen diese schöne Unterkunft um uns etwas schlau zu machen, wo es in den nächsten Tagen hingehen soll.

Und wir stellen sehr, sehr schnell fest, dass aktuell Ferien in Vietnam sind und alle Ferienorte bzw. beliebte Rieseziele auch von den Einheimischen gerne besucht werden. Also sind die Unterkünfte überall wahnsinnig teuer. Und erschwerend kommt da noch hinzu, dass das Hauptverkehrsmittel, nämlich Busse, einfach ausgebucht sind. Wir kommen hier erst mal nicht weg.

Aber da unser Zimmer eine einzige Wohlfühloase ist und wir eh noch ein gut ein paar Tage zum auskurieren gebrauchen können, nehmen wir das Schicksal einfach mal so hin.

Cafe in Saigon HCMC Vietnam
Straßencafé in unserer Nähe

- Entdeckung der Stadt und Krankenhaus - 

 

Wir schauen uns gemütlich die Stadt an, statten auch in Vietnam einem Krankenhaus einen Besuch ab, da Richis Fuß nicht wirklich abschwillt und weh tut. Aber es ist nichts weiteres festzustellen, außer dass einfache eine massive Blutung in seinem Fuß vorliegt und er sich weiterhin schonen muss.

Wir werden richtige Experten in Sachen internationale Krankenhäuser.

 

Wir können also die Stadt ganz langsam erkunden.

Wir erledigen dennoch viel zu Fuß, außer große Strecken, für die gönnen wir uns ein Grab.

Und wie schon vom ersten Eindruck an, ist Ho Chi Minh City eine wirklich große, etwas chaotische aber angenehme Stadt. Die Häuser nicht erdrückend hoch wie in Bangkok oder anderen Großstädten. Es gibt unzählige, kleine Straßen und hinter jeder Straßenecke gibt es etwas zu entdecken. Und man muss aufpassen, dass man nicht mal hier und da die Orientierung verliert.

 

Es gibt viele schöne Cafés, welche aber relativ teuer sind. Und wir können das erste Mal herumfahrende Essensstände bewundern und insbesondere Banh Mis, von denen wir uns in Zukunft nicht zu selten ernähren werden.

Nhà Thờ Chình Toà Đưc Mẹ Vô Nhiếm Nguyên Tôi Cathedral Notre Dame Saigon HCMC Vietnam
Notre Dame von Saigon oder auf vietnamesisch : Nhà Thờ Chình Toà Đưc Mẹ Vô Nhiếm Nguyên Tôi

Wir kommen an einer Kathedrale vorbei, die an die Notre Dame Kathedrale in Paris erinnern soll, die zu dem Zeitpunkt allerdings vor Kurzem in Flammen aufgegangen ist. 

Und hier eine kleine Anekdote am Rande.

Wir wollen uns die Kirche anschauen, doch heute ist sie nur für die Einheimischen geöffnet , da ein großer Feiertag ist. Wir sind sehr verdutzt, denn das Land lebt schließlich mittlerweile vom Tourismus und die werden nun ohne Scham diskriminiert. Aber wir wollen den Gläubigen hier ihren Feiertag lassen und schauen uns alles einfach von der Ferne an.

Schnell geht so oder so nicht, da mein Lauftempo immer noch dem einer Schnecke ähnelt, mittlerweile allerdings schon einer Schnecke auf der Überholspur. Also es geht bergauf.

Aber man hat schnell auch genug von der Stadt und wir wollen nicht viel länger bleiben. Da wir aber nun mal hier festsitzen, planen wir aber so unseren Aufenthalt in Vietnam und widmen uns dem Blog. Lassen uns das Essen hier schmecken. Und leben so die Tage hier. Eigentlich viel zu Schade für die wenige Zeit, die wir für dieses Land haben.

Kurz bevor es für uns weitergeht, geht es aber noch ins War Remnants Museum. Dazu lest hier weiter.

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