Laotische Küche - schwer zu definieren

 

Sie ist sehr ähnlich zu der thailändischen Küche, wenn auch leider nicht so gut und bunt. Aber wir haben neben gebratenem Reis und Nudeln auch einiges anderes mal probieren können. Manchmal waren wir uns aber nicht sicher aus welcher Küche dieses Gericht wohl stammt.


Wir fangen mal ganz einfach an. Sandwiches. Damit haben wir auch quasi unsere kulinarische Reise in Laos begonnen. Sie sind stets gut gefüllt, mit allem was das Herz begehrt. Von Käse, Wurst, Tofu, Ei, Gemüse, unreife Papaya, Hähnchen. Alles kann hier rein kommen und es ist wirklich lecker, als Snack oder Lunch war es immer ein toller Schmaus. 

Wofür Laos bekannt ist und was es wirklich viel gibt ist Kaffee. Ja unsere Reise hat wohl mit dem schlechteste Kaffee begonnen, das war wohl ein Fehlgriff aber der Kaffee von den Kaffeeplantagen ist das genaue Gegenteil davon. Sogar die Kaffeebohnen mal so zu essen schmeckt!
Und da sie hier so ziemlich jede Saison ausnutzen, um etwas anzubauen gibt es auch zum Kaffee gerne mal geröstete Erdnüsse.

Unser super beliebter Zwischensnack. Einfach ne Ananas schälen und yammmy. Und ich habe sogar herausgefunden, wie die Einheimischen geschickt, effizient diese ungenießbaren Löcher entfernen :)

Und wir haben es geschafft. Wir haben mal so richtig laotisch gegessen. Hier stehen auf jeden Fall mal zwei der Nationalgerichte auf dem Tisch. Das eine ist eine Fischsuppe, die super war. Zwar für unseren Korianderhasser gar nicht das richtige aber dennoch super lecker. Der Fisch wird einfach in große Stücke geschnitten, mit wirklich allem dran gekocht, gewürze rein und fertig ist die Suppe.  

Danbeben Fischlaap. Das ist quasi Hackfleisch aus Fisch mit viel Koriander. Laap ist definitiv sehr laotisch. Dazu gibt es traditionell sticky Reis. Also wirklich richtiger Klebereis, der ist so klebirg, dass man den fast nicht aus seinem Bambuskörbchen bekommt. Und noch als leckeres zum Knabbern nebenbei getrocknetes Seegras mit Sesam und Salz geröstet.

Diese Art zu Essen oder zu Kochen erschien uns auch sehr typisch laotisch. Laotisches BBQ wurde es genannt. Fleisch knusprig gebrachten, Schwein, Hühnchen oder Rind und dazu einen riesen Teller voller Grünzeug, Glasnudeln und etwas Sticky Rice und eine pikante Sojasoße. All diese Zutaten packt man in seine Hände oder Mund, am besten gleichzeitig und lässt es sich munden.

Auch super lecker dieser gebratene Tofu mit Sojasoße, Minze, Koriander und bisschen frisches Gemüse, und dazu bisschen Sticky Rice. Das war ein Schmaus. 

Dies hier wurde uns als grünes Curry verkauft. Wer sich jetzt fragt, wo ist es den grün...ja das haben wir uns auch gefragt. 
Und es schmeckt tatsächlich nach grünem Curry nur ist keins drin. Also hier die laotische Variante, während unseres Thakhek Loops, des grünen Currys mit Thai-Aubergine, Kartoffeln, Hühnchenfleisch und Kürbis. Und es war super!

Und eins unser Highlights!! Der HOT POT in Vang Vieng.

Vermutlich eigentlich aus der koreanischen Küche stammend aber in Laos gefunden. Hier wird ein heißer Stein unter den Pott gesetzt in der mitte legt man Fleisch drauf, dass durch die HItze von unten gebraten wird und außendrum wird Fleischbrühe gegossen, die zu kochen beginnt und hier wird ganz viel Gemüse und ein paar Glasnudeln gegart. Hier hatten wir fast das Gefühl mal wieder kochen zu können :)

Und was natürlich auf unserem Speiseplan nicht fehlen darf ist der klassische Reis mit gebratenem Gemüse mit oder ohne Fleisch. Das gibt uns die nötigen Vitamine und Power um all die anderen aufregenden Eindrücke zu verarbeiten.

Neben unserem altbekannten Klassiker dem gebratenen Reis, vor dem man einfach keine Angst haben muss, dass man den noch am nächsten Tag spürt, ist in Laos auch der Papaya Salat sehr bekannt und beliebt. Im Gegensatz zu Thailand jedoch unglaublich scharf und sie lieben Fischsoße, da weiß man manchmal nicht, ob es noch Gemüse oder schon Fisch ist.

Hier haben auch ein gutes Curry gefunden, das sich aber doch irgendwie zu dem in Thailand unterscheidet, es ist anders scharf und meist mit etwas weniger Kokosmilch. Daneben grünes Gemüse, was ich leider nicht weiß was ist und leckeres Hühnchen mit Knoblauch. 

In Vientiane haben wir einen super Kaffee bekommen und das Essen war auch super. Ein super schönes Pad Thai und eine wirklich gute Khao Soi. Eine Nudelsuppe, die in Nord-Thailand und Nord- Laos und Myanmar sehr beliebt ist. Es ist eine Suppe mit Reisnudeln, Gemüse (Sojabohnen, Tomaten, Chillis...), nach belieben auch Fleisch und oben drauf findet man oftmals frittierte Nudeln. 

 

So was in der Art haben wir in Chiang Mai auch schon gegessen.

Hin und wieder haben wir auch mal gesündigt und es mit einer Pizza aufgenommen. Einige Versuche waren ganz gut, andere waren ein Reinfall. Hier haben wir die Variante: Reinfall. Der Teig fast ein Riesenkeks und oben drauf Surimi. Aber wir sind satt geworden, also hat es seinen Zwecke erfüllt. Und ja, wir wissen ja, wir sind ja nicht zum Pizzaessen in Asien :)

Upps, da haben wir erst nach der Hälfte ein Foto gemacht. Da war wohl jemand zu hungrig. Es gab eine art Nudelsuppe wobei die Suppe separat war. Reisnudeln mit Minze, Sojabohnen und Koriander gemixt. Daneben, noch unberührt, Hühnchen mit Spinat gebraten und unter dem Spiegelei versteckt sich noch etwas Reis.

Kleiner Snack gefällig, da hab ich was tolles gefunden und könnte mich reinsetzten. 
Riesige Puffreistaler, die so groß und rund wie mein Kopf sind. Hier mal in grün. Und mit ganz bisschen karamellisierten Zucker oben verziert. hmmmmm.

Und hier kommt zum Schluss auch noch eine Sünde. Vermutlich auch nicht so asiatisch aber soooooo lecker. Es ist eine Karamellschnitte, mit so viel Karamell in der Mitte und einen Schokoboden. Ich sag euch, wirklich so was leckeres hab ich seit Ewigkeiten nicht gegessen. Allein der Gedanke lässt schon wieder  Speichelfäden aus meinem Mund tropfen :D


So das sind also unsere aufregendsten Speisen, die wir in Laos erleben durften. Leider ist es manchmal so schwer sich die richtigen Namen der Gerichte zu merken aber ich werde mir in Zukunft mal vornehmen zumindest den Namen der Gerichte von der Speisekarte abzuschreiben. 

Und ich hoffe wir können auch so Laos nochmal auf einem anderen Kanal nahe bringen.